Für die Regulierung vieler Versicherungsschäden am Auto muss ein Sachverständigengutachten eingeholt werden. Sehr bequem erscheint es da, diese Obliegenheit in wenigen Minuten online erledigen zu können. Genau das versprechen manche Anbieter: Der Kunde müsse nur Fotos hochladen und einige Angaben machen, den Rest erledige das Gutachtenbüro – ohne Vor-OrtTermin. Wörtlich: „Wir schicken Ihr Kfz-Gutachten direkt an die Versicherung. Durch die schnelle und unkomplizierte Abwicklung mit der Versicherung erhalten Sie die Auszahlung schneller.“So einfach geht es jedoch nicht, wie das Landgericht Bremen kürzlich in einem (noch nicht rechtskräftigen) Urteil feststellte. Damit ein Kfz-Gutachten rechtlich Bestand hat, muss es auf Grundlage einer persönlichen Inaugenscheinnahme durch den Sachverständigen erstellt werden. Anderenfalls können und werden die Versicherer es ablehnen. Zudem ist das Versprechen, die Abwicklung zu übernehmen und für eine schnelle Auszahlung zu sorgen, unzulässig, da dies eine Rechtsdienstleistung darstellen würde.
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Was Kryptowährungen sind, ist laut einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens BearingPoint mittlerweile neun von zehn Bundesbürgern bekannt. Doch nur ein gutes Viertel der rund 2.000 Teilnehmer hält Kryptos für eine geeignete Geldanlage, lediglich 18 Prozent besitzen selbst Coins. Zum Vergleich: Aktien finden 68 Prozent anlagetauglich, Gold 72 Prozent. Die Zurückhaltung gegenüber Bitcoin, Ethereum & Co. liegt vor allem in deren Wertschwankungen begründet, die auf 51 Prozent der Befragten abschreckend wirken. 41 Prozent hält die schwache Regulierung des Marktes von einem Kryptoengagement ab, während ebenso viele die Aufbewahrung von Kryptowerten als zu unsicher erachten. Der Bitcoin-Kurs schwächelte zuletzt zwar, doch Fantasie findet sich unter Kryptoexperten nach wie vor. Die US-Investmentbank JP Morgan hält in den nächsten Monaten eine kräftige Hausse für wahrscheinlich, ihre Wettbewerberin Goldman Sachs erwartet in diesem Jahr gar einen Kurs von 160.000 US-Dollar. Das wäre gegenüber dem Januar ein Plus von fast 80 Prozent. Wo es so viele Chancen gibt, lauern allerdings auch beträchtliche Risiken, wie jedem Anleger klar sein sollte.
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Die ungewohnt frostigen Temperaturen in Deutschland haben den Autofahrern ein tückisches
Erbe hinterlassen: deutlich mehr Schlaglöcher als in den Vorjahren, wie beispielsweise der
brandenburgische Landesverband Straßenwesen berichtet. Damit steigt auch das Risiko von
Schäden am Fahrzeug – an Reifen oder Felgen, Fahrwerk oder Radaufhängung, Spurstange oder
sogar Ölwanne. Wer aber trägt die Reparaturkosten? Muss die öffentliche Körperschaft, die
jeweils für den Unterhalt der Straße zuständig ist, Schadensersatz leisten?
Grundsätzlich gilt: Schlaglochschäden übernimmt die Vollkaskoversicherung, die im Gegensatz
zur Kfz-Haftpflichtversicherung Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt. Wer den
Straßenbetreiber in Regress nehmen möchte, hat es schwer, denn dazu muss eine Verletzung der
Verkehrssicherungspflicht nachgewiesen werden. „Die Hürden für Schadenersatzansprüche
gegen den Staat sind hoch“, erklärt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des VersichererGesamtverbands GDV.„Autofahrer müssen grundsätzlich so fahren, dass sie auf erkennbare
Gefahren – dazu zählen auch Schlaglöcher – rechtzeitig reagieren können."
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Im vergangenen Jahr sind die Wohnimmobilienpreise in Deutschland doppelt so stark gestiegen
wie im Vorjahr, nämlich durchschnittlich um 4,2 Prozent. Nach Berechnungen des Verbands
Deutscher Pfandbriefbanken (vdp) haben sich insbesondere Mehrfamilienhäuser verteuert, für
die 5,2 Prozent mehr bezahlt werden mussten als 2024. Bei selbst genutztem Wohneigentum
betrug die Steigerungsrate 3,0 Prozent. Auch die Mieten legten wieder merklich zu und lagen
Ende 2025 um 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Damit scheint die Phase nachlassender Preissteigerungsdynamik vorüber zu sein, die sich zuletzt
vor allem aufgrund gestiegener Finanzierungskosten gezeigt hatte. Kurz- und mittelfristig
spricht wenig für eine Entspannung, da nach wie vor weniger Wohnungen gebaut werden als
nötig. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) schätzt, dass in diesem Jahr 215.000 Einheiten
fertiggestellt werden – 257.000 müssten es bis 2040 pro Jahr sein. Wie ZIA-Präsidentin Iris
Schöberl auf procontra-online hervorhob, „klafft die Lücke zum tatsächlichen Bedarf weiterhin
bedrohlich. Wir stecken mitten in einer handfesten Neubaukrise.“
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Wie eine Anfang des Jahres unter rund 2.000 volljährigen Bundesbürgern durchgeführte
Umfrage erbrachte, hadert eine große Mehrheit der Deutschen mit dem Thema Altersvorsorge.
Als mindestens teilweise kompliziert empfinden es 75 Prozent der Teilnehmer, teilte das
Deutsche Institut für Altersvorsorge mit. Als bittere Konsequenz daraus verzichten viele –
konkret: 37 Prozent der (teilweise) Überforderten – darauf, sich mit ihren eigenen Optionen zu
befassen und aktiv Maßnahmen in die Wege zu leiten. Das ist umso bedenklicher, als gerade
Menschen mit geringem Einkommen die Altersvorsorge überproportional als komplex
wahrnehmen. So attestieren sich nur 13 Prozent der Befragten mit einem
Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro Durchblick bei dem Thema; in der
Einkommensspitzengruppe oberhalb von 4.000 Euro sind es 28 Prozent.
Wichtig zu wissen: Man muss das Thema Altersvorsorge nicht in allen Verästelungen
durchschauen, um gezielt und ausreichend für den Ruhestand vorbauen zu können.
Entscheidend ist guter, unabhängiger Rat, und den gibt es bei der Finanzberaterin oder dem
Finanzberater des Vertrauens.
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3.245 Euro pro Monat müssen Pflegebedürftige derzeit durchschnittlich bei Unterbringung im Pflegeheim zuzahlen –Tendenz: weiter stark steigend. Ein Kostenrisiko, das für viele Bundesbürger nur mithilfe einer privaten Pflegezusatzversicherung beherrschbar wäre. Doch deren Verbreitung ist nach wie vor besorgniserregend überschaubar. Auch daran dürfte es liegen, dass die betriebliche Pflegeversicherung (bPV) bei Arbeitnehmern hoch im Kurs steht.Gemäß einer Civey-Umfrage im Auftrag des PKV-Verbands würden es 76,3 Prozent der 2.500 teilnehmenden Arbeitnehmer begrüßen, wenn ihr Arbeitgeber eine bPV einführen würde. Fast zwei Drittel bewerten eine bPV sogar höher als andere beliebte Benefits wie ÖPNV-Ticket oder Diensthandy. „Betriebliche Absicherungen werden angesichts der demografischen Entwicklung immer relevanter“, konstatiert der Vorstandsvorsitzende des PKV-Verbands Thomas Brahm. „Die kapitalgedeckte betriebliche Pflegeversicherung kann das finanzielle Risiko dieser Pflegelücke nicht nur effizient zu günstigen Prämien, sondern auch nachhaltig und generationengerecht absichern.“
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154 Milliarden Euro flossen den in Deutschland verwalteten Investmentfonds 2025 netto zu, so
viel wie seit fünf Jahren nicht mehr. Matthias Liermann, Präsident des Fondsverbands BVI, spricht
daher von einem „starken Jahr“ für die Branche, die nunmehr die stattliche Summe von 4.851
Milliarden Euro in ihren Büchern hat. Ein wesentlicher Treiber waren erneut ETFs, die 57
Milliarden Euro Zuwachs verzeichneten, während offene Publikumsfonds 86 Milliarden
akquirieren konnten.
„Die Teilhabe am Kapitalmarkt nimmt spürbar zu. Immer mehr Menschen erkennen, dass
Wertpapiere ein zentraler Baustein für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge sind“,
kommentiert Liermann die Entwicklung. Ablesen lässt sich diese auch an Zahlen der
Bundesbank, die aktuell rund 37 Millionen Wertpapierdepots registriert hat – 2020 waren es
noch 23 Millionen. Allein in den vergangenen beiden Jahren kamen 6 Millionen Depots hinzu.
Ausschlaggebend dürften neben der generell wachsenden Offenheit gegenüber den
Kapitalmärkten auch die Börsenkurse in diesem Zeitraum gewesen sein, die von einem
Rekordhoch zum nächsten jagten.
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Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 2.005 Bundesbürgern, von denen 991 mindestens eine Immobilie besitzen, offenbart bedenkliche Lücken im Schutz der Gebäude gegen Extremwetterereignisse. Obwohl Starkregen und Überschwemmungen nach den gängigen Prognosen deutlich zunehmen werden, verfügt nur jedes dritte Haus über verschließbare Kellerfenster, die das Wasser draußen halten können – die meisten Immobilien sind mit offenen Fenstergittern nur unzureichend geschützt. Noch leichter hat es Abwasser, das von unten über die Kanalisation ins Haus drängt: Lediglich 18 Prozent der Gebäude sind mit einer Rückstauklappe dagegen gewappnet. Weitere Schutzvorrichtungen wie Mauern oder mobile Schotten finden sich noch weit seltener. Mit vergleichsweise einfachen Präventionsmaßnahmen lässt sich das potenzielle Schadensausmaß wirksam begrenzen. Neben baulichen Veränderungen sind Hausbesitzer zudem gut beraten, sich mit einem Elementarschutz-Baustein als Teil der Wohngebäudeversicherung gegen das verbleibende Kostenrisiko zu rüsten.
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Im Zuge des KI-Hochlaufs werden immense Serverkapazitäten benötigt, allerorten sprießen
daher momentan neue Rechenzentren aus dem Boden. Mittlerweile haben sie den Status einer
vollwertigen Assetklasse im Gewerbeimmobiliensegment erreicht, sodass das
Beratungsunternehmen Colliers eigene Zahlen für die zuvor unter „Sonstiges“ geführten Data
Center ausweist. Und die haben es in sich: Während Logistik- und Industriegrundstücke oft für
dreistellige Quadratmeterpreise zu haben sind, kommen Flächen für Rechenzentren auf bis zu
3.000 Euro.
„Da, wo die anderen Assetklassen aufhören, fangen Data Center erst an“, bringt Katja Caspers,
Senior Consultant bei Colliers, die Entwicklung auf den Punkt. Im vergangenen Jahr wurde mit
Rechenzentren und dafür designierten Grundstücken in Deutschland ein Transaktionsvolumen
von 1,2 Milliarden Euro erzielt, etwa 5 Prozent des Gewerbeimmobilien-Gesamtvolumens von
25,2 Prozent. Den Löwenanteil machten Grundstücksdeals aus, bestehende Data Center
steuerten nur rund 140 Millionen Euro zum Umsatz der Neu-Assetklasse bei. Der Hauptgrund für
die hohen Quadratmeterpreise liegt in den speziellen Anforderungen, die Rechenzentren stellen:
hohe, möglichst günstige Strommengen werden benötigt, ebenso eine unkomplizierte
Anbindung an sogenannte Cloud-Availability-Zonen, und das Baurecht muss passen.
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