Kategorie: Anlagemarkt

Sparquote: Weltklasse, Sparrendite: Kreisklasse

18.05.2026 | Sparquote: Weltklasse, Sparrendite: Kreisklasse

Trotz wachsender Offenheit gegenüber den Kapitalmärkten horten die Bundesbürger ihr Erspartes am liebsten auf dem Sparbuch, Festgeld- und Tagesgeldkonten, wie eine Ipsos Umfrage unter mehr als 3.200 Personen kürzlich erbrachte. Angesichts der geringen Verzinsung dieser Anlageformen läuft das nach Abzug der Inflation in der Regel auf einen Kaufkraftverlust hinaus. Immerhin: Der Anteil der Wertpapieranleger an den Sparenden ist seit der Vorgängerumfrage vor zwei Jahren von 35 auf 40 Prozent gestiegen, wofür vor allem die Generation Z gesorgt hat, also die heute etwa 18- bis 30-Jährigen. An Sparbemühungen mangelt es grundsätzlich nicht: Auch in Zeiten schwächelnder Konjunktur legen 43,7 Prozent der Deutschen regelmäßig und 28,4 Prozent hin und wieder Geld beiseite – die Gesamtquote von 72 Prozent liegt sogar zwei Prozentpunkte über dem Wert der letzten Umfrage. Tipps zur Verwahrung und Anlage des Ersparten holen sich die Menschen vorwiegend bei Familie und Freunden (31,2 Prozent) und bei Bank- und Finanzberatern (29,7). Letztere haben im vergangenen Jahr jedoch nur vier von fünf Befragten konsultiert.
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Nachhaltige Geldanlage: Momentum verloren?

21.04.2026 | Nachhaltige Geldanlage: Momentum verloren?

Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Allgemeinen erleben aktuell starken Gegenwind in Öffentlichkeit und Politik. Das macht sich auch in der Nachfrage nach entsprechenden Finanzprodukten bemerkbar, wie eine gemeinsame Umfrage der Universität Kassel, des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) und des AfW Bundesverbands Finanzdienstleistungen ergab. Nur ein gutes Fünftel der rund 250 teilnehmenden Finanzanlagenberater berichtet, dass ihre Kunden ein hohes oder sehr hohes Interesse am Thema Nachhaltigkeit haben. Vor vier Jahren waren es noch mehr als die Hälfte der Befragten. Den Hauptgrund für die schwindende Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen sehen die Berater in den regulatorischen Anforderungen, die über 80 Prozent als unangemessen empfinden – zu kompliziert, zu wenig transparent, schwierig zu handhaben. Ein anderes Bild zeichnet derweil eine Verbraucherumfrage, die kürzlich im Auftrag eines großen Versicherers durchgeführt wurde. Kernaussage: Mehr als der Hälfte der Bundesbürger ist Nachhaltigkeit bei der Geldanlage wichtig – 35 Prozent „eher wichtig“, 18 Prozent „sehr wichtig“ –, was gegenüber der Vorjahresumfrage einen leichten Anstieg markiert.
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Häufig unterschätzt: Dividenden als Gesamtrenditetreiber

21.04.2026 | Häufig unterschätzt: Dividenden als Gesamtrenditetreiber

Börsennotierte Unternehmen nutzen die Dividende gern als eine Art Aushängeschild, an dem sich Qualität und Erfolg der Unternehmensführung ablesen lassen. Logische Folge: Kürzungen werden möglichst vermieden und auf Großkrisenzeiten beschränkt, lieber wird Jahr für Jahr eine Erhöhung verkündet, um die Shareholder zufriedenzustellen. So auch in der aktuellen Dividendensaison: Die im STOXX Europe 600 vertretenen deutschen Konzerne werden ihre Auszahlungen trotz Konjunkturflaute voraussichtlich um etwa 2 Milliarden auf circa 58 Milliarden Euro anheben. Insgesamt dürften die in diesem Index abgebildeten Unternehmen 454 Milliarden Euro ausschütten, ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dividenden können damit einen wichtigen Beitrag zur Gesamtrendite eines Portfolios liefern, der von vielen Anlegern unterschätzt wird. So stammten 39 Prozent der durchschnittlichen Jahresrenditen der MSCI-Europe-Titel in den letzten vier Jahrzehnten aus Unternehmensausschüttungen. In der Region Asien-Pazifik waren es sogar 49 Prozent. Hinzu kommt: Portfolios mit einem hohen Dividendenzahler-Anteil sind statistisch weniger schwankungsanfällig.
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Deutsche bleiben gegenüber Kryptos zurückhaltend

30.03.2026 | Deutsche bleiben gegenüber Kryptos zurückhaltend

Was Kryptowährungen sind, ist laut einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens BearingPoint mittlerweile neun von zehn Bundesbürgern bekannt. Doch nur ein gutes Viertel der rund 2.000 Teilnehmer hält Kryptos für eine geeignete Geldanlage, lediglich 18 Prozent besitzen selbst Coins. Zum Vergleich: Aktien finden 68 Prozent anlagetauglich, Gold 72 Prozent. Die Zurückhaltung gegenüber Bitcoin, Ethereum & Co. liegt vor allem in deren Wertschwankungen begründet, die auf 51 Prozent der Befragten abschreckend wirken. 41 Prozent hält die schwache Regulierung des Marktes von einem Kryptoengagement ab, während ebenso viele die Aufbewahrung von Kryptowerten als zu unsicher erachten. Der Bitcoin-Kurs schwächelte zuletzt zwar, doch Fantasie findet sich unter Kryptoexperten nach wie vor. Die US-Investmentbank JP Morgan hält in den nächsten Monaten eine kräftige Hausse für wahrscheinlich, ihre Wettbewerberin Goldman Sachs erwartet in diesem Jahr gar einen Kurs von 160.000 US-Dollar. Das wäre gegenüber dem Januar ein Plus von fast 80 Prozent. Wo es so viele Chancen gibt, lauern allerdings auch beträchtliche Risiken, wie jedem Anleger klar sein sollte.
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Fondsbranche blickt auf „starkes Jahr“ zurück

30.03.2026 | Fondsbranche blickt auf „starkes Jahr“ zurück

154 Milliarden Euro flossen den in Deutschland verwalteten Investmentfonds 2025 netto zu, so viel wie seit fünf Jahren nicht mehr. Matthias Liermann, Präsident des Fondsverbands BVI, spricht daher von einem „starken Jahr“ für die Branche, die nunmehr die stattliche Summe von 4.851 Milliarden Euro in ihren Büchern hat. Ein wesentlicher Treiber waren erneut ETFs, die 57 Milliarden Euro Zuwachs verzeichneten, während offene Publikumsfonds 86 Milliarden akquirieren konnten. „Die Teilhabe am Kapitalmarkt nimmt spürbar zu. Immer mehr Menschen erkennen, dass Wertpapiere ein zentraler Baustein für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge sind“, kommentiert Liermann die Entwicklung. Ablesen lässt sich diese auch an Zahlen der Bundesbank, die aktuell rund 37 Millionen Wertpapierdepots registriert hat – 2020 waren es noch 23 Millionen. Allein in den vergangenen beiden Jahren kamen 6 Millionen Depots hinzu. Ausschlaggebend dürften neben der generell wachsenden Offenheit gegenüber den Kapitalmärkten auch die Börsenkurse in diesem Zeitraum gewesen sein, die von einem Rekordhoch zum nächsten jagten.
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Tagesgeldzinsen erneut gesunken

15.01.2026 | Tagesgeldzinsen erneut gesunken

Während die Europäische Zentralbank den Leitzins weiterhin bei 2,0 Prozent belässt, müssen Tagesgeldsparer sich mit einer weiterhin schrumpfenden Verzinsung begnügen –zumindest wenn sie bei ihrer Bank Bestandskunden sind. Das ergab die Marktanalyse eines großen Vergleichsportals. Insbesondere regionale Geldhäuser, also Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, knausern beim Tagesgeld. So legen 38 Prozent von ihnen einen Minizins von maximal 0,25 Prozent zugrunde – vor einem Jahr waren es nur 24 Prozent. Im Durchschnitt zahlen die Sparkassen 0,37 Prozent, die Genossenschaftsbanken mit 0,42 Prozent kaum mehr. Der durchschnittliche Zinssatz über alle Banken in Deutschland hinweg liegt bei 1,29 Prozent, woraus folgt, dass die bundesweit operierenden Institute deutlich höhere Tagesgeldzinsen leisten. Das attraktivste dauerhafte Angebot am Markt beträgt derzeit 2,3 Prozent. Noch mehr, nämlich über 3 Prozent, sind für Neukunden drin. Nach dem jeweiligen Garantiezeitraum fällt indes auch ihre Verzinsung auf das Bestandskundenniveau der Bank.
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Vertrauen der Deutschen in Kapitalmärkte wächst

15.01.2026 | Vertrauen der Deutschen in Kapitalmärkte wächst

Gegenüber Aktien- und Fondsinvestments zeigen sich die Bundesbürger traditionell skeptisch – mit der Folge, dass ihr Vermögen seit Jahrzehnten langsamer wächst als das vergleichbarer Nationen. Doch die Offenheit nimmt zu. Das belegt nun erneut eine Umfrage eines großen Versicherers unter mehr als 3.700 Erwerbstätigen. 28 Prozent von ihnen stehen börsengehandelten Wertpapieren positiv gegenüber; bei einer Vorgängerumfrage vor fünf Jahren lag dieser Wert bei 19 Prozent. Damit schrumpft der Abstand auf den Spitzenreiter, die eigene Immobilie, in die 44 Prozent der Befragten Vertrauen setzen. Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Lediglich jede fünfte Frau ist Aktieninvestments gegenüber aufgeschlossen, aber mehr als jeder dritte Mann. Auch die Haltung zu Kryptowährungen wurde erstmals erhoben. Kaum überraschenderweise beurteilen jüngere Umfrageteilnehmer diese Assetklasse deutlich günstiger als die älteren Semester: 28 Prozent der unter 40-Jährigen halten Kryptos für „gut geeignet“ zur Altersvorsorge, trotz der enormen Verlustrisiken. Von den über 40-Jährigen sehen das nur 11 Prozent so. Über alle Altersgruppen hinweg ergibt das einen Zustimmungswert von 17 Prozent.
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Finanzaufsicht muss Wirecard-Aktionäre nicht entschädigen

13.11.2025 | Finanzaufsicht muss Wirecard-Aktionäre nicht entschädigen

Infolge der kriminellen Wirecard-Pleite fordern rund 50.000 Aktionäre des Konzerns im Rahmen des Insolvenzverfahrens circa 8,5 Milliarden Euro zurück. Hinzu kommen seitens weiterer Gläubiger Forderungen über 6,9 Milliarden Euro. Da sich die Insolvenzmasse auf etwa 650 Millionen Euro beläuft, können die Geschädigten nicht viel Kompensation erwarten. Auf anderem Wege versuchte es deshalb eine Anlegerin, deren 140 Wirecard-Aktien damals praktisch über Nacht ihren Wert verloren: Sie verklagte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf Schadensersatz, da diese ihren Pflichten nicht nachgekommen sei. In der Tat steht die Wirecard-Affäre nicht für eine Sternstunde der Finanzaufsicht. Hinweisen auf Bilanzmanipulation wurde nicht konsequent nachgegangen. Kritische Stimmen wurden sogar aktiv unterdrückt, etwa mit einer Strafanzeige gegen einen Journalisten wegen angeblicher Marktmanipulation. Zudem verbot die BaFin Leerverkäufe für Wirecard-Aktien. Wie zuvor das Landgericht Krefeld konnte nun jedoch auch das Oberlandesgericht Düsseldorf keine schuldhafte Amtspflichtverletzung erkennen. Zudem sei das BaFin-Vorgehen nicht ursächlich für die Pleite und damit für den Aktienwertverlust gewesen. Die Klage wurde deshalb abgewiesen. Als letztes Mittel steht der Klägerin noch eine Zulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof offen.
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ETF wird zum Marketing-Label

30.09.2025 | ETF wird zum Marketing-Label

as Interesse der Deutschen an Indexfonds (ETFs) ist ungebrochen. Fast zehn Millionen ETFSparpläne wurden hierzulande bereits abgeschlossen, Tendenz: stark steigend. Diese Vorliebe machen sich auch mehr und mehr Fondsanbieter zunutze, deren Produkte mitunter weit vom ETF-Grundprinzip abweichen. Sogenannte aktive ETFs versuchen den Spagat zwischen der reinen Indexabbildung und dem klassischen aktiven Fondsmanagement. So gibt es mittlerweile als ETF verkaufte Produkte, die eher Themenfonds entsprechen und sogar oftmals ihren eigenen Index dafür aufsetzen. Viele neuere Angebote sind so komplex strukturiert, dass es ohne Fachkenntnisse schwerfällt, sie zu verstehen. Als Konsequenz daraus wird die Bezeichnung ETF verwässert. Die Entwicklung erinnert an das sogenannte Greenwashing, bei dem Finanzprodukte als „nachhaltig“ verkauft werden, obwohl sie kaum Nachhaltigkeitseffekte haben – einfach, weil es der Vermarktung förderlich ist. Somit kann man sich beim ETF-Erwerb auch nicht mehr darauf verlassen, ein günstiges Produkt zu bekommen. Denn viele der neuen aktiven ETFs langen auf der Kostenseite ordentlich zu. Anleger sollten deshalb genau hinschauen.
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