Über 40 Milliarden Euro steckten die Deutschen im ersten Quartal dieses Jahres in Fonds – und
zwar netto, also nach Abzug der Abflüsse. Wie der Branchenverband BVI in seiner Absatzstatistik
mitteilte, waren vor allem offene Publikumsfonds gefragt, die mit einem Zuwachs von 33,6
Milliarden Euro den besten jemals erfassten Jahresstart verzeichneten. Insgesamt verwalten die
deutschen Fondsgesellschaften nun 4.855 Milliarden Euro.
Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) erwiesen sich erneut und mehr denn je als
Publikumslieblinge: 22,3 Milliarden Euro flossen ihnen von Anfang Januar bis Ende März zu. Im
Vorjahreszeitraum waren es 16,7 Milliarden. Am anderen Ende der Beliebtheitsskala rangieren
Immobilienfonds, aus denen die Anleger unterm Strich 1,8 Milliarden Euro abzogen. Damit setzt
sich der Negativtrend der Vorquartale fort. In Rentenfonds investierten die Bundesbürger und
die institutionellen Anleger netto 7,7 Milliarden Euro, während Geldmarktfonds neue Mittel im
Volumen von 5,1 Milliarden Euro akquirieren konnten.
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Viele Menschenleben wurden durch die Assistenzsysteme, die in heutigen Autos verbreitet sind,
schon gerettet – ob durch Spurhalte- oder Müdigkeitswarner, Notbrems- oder Rückfahrassistent.
Zudem senken sie die Schadensfallzahlen und -ausmaße. Das müsste sich auf den ersten Blick
günstig auf die Versicherungsbeiträge auswirken, schließlich hängen die wesentlich vom
Schadensaufkommen ab.
Doch mit einer Entlastung ist laut der Trendanalyse „Kfz-Versicherung 2040 – Automatisiertes
Fahren & E-Mobilität“ des Versicherer-Gesamtverbands GDV nicht zu rechnen. Denn all die
zusätzliche Technik macht die Fahrzeuge auch komplexer und Reparaturen aufwendiger und
teurer. Dadurch wird das sinkende Schadensaufkommen – die Analysten prognostizieren ein
Minus von 9 bis 14 Prozent bis 2040 – mehr als kompensiert.
„Technologie macht das Autofahren sicherer, aber nicht automatisch günstiger. Ersatzteile und
Reparaturen sind im vergangenen Jahrzehnt um durchschnittlich 3,7 Prozent pro Jahr teurer
geworden – das ist der stärkste Kostentreiber“, resümiert die stellvertretende GDV -
Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach.
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Die Immobilienpreise sind weiterhin hoch, die Bauzinsen bewegen sich ebenfalls nicht auf
Schnäppchenniveau, und die Multikrisen setzen der Konjunktur zu: keine günstigen
Ausgangsbedingungen für den Kauf oder Bau eines Eigenheims, sollte man meinen. Dennoch
wurden im ersten Quartal dieses Jahres 61,2 Milliarden Euro an Wohnungsbaukrediten vergeben –so viel wie seit dem Ende der Niedrigzinsphase Mitte 2022 nicht mehr.
Ein ausschlaggebender Grund dürfte in der Erwartung weiter steigender Zinsen liegen.
Spätestens mit Beginn des Irankriegs haben sich Hoffnungen auf eine baldige Leitzinssenkung
in Luft aufgelöst. In einer aktuellen Expertenumfrage prognostizieren 60 Prozent der Teilnehmer
langfristig steigende Bauzinsen. Denn selbst wenn die Straße von Hormus bald wieder befahrbar
sein sollte, rollt die erste Inflationswelle unaufhaltsam heran. Als Reaktion darauf, so die
allgemeine Erwartung, wird die Europäische Zentralbank die Leitzinsen anheben, womöglich
schon in den kommenden Tagen.
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Das Bundeskabinett hat kürzlich das Digitale-Identitäten-Gesetz (DIdG) auf den Weg gebracht,
mit dem EU-Recht umgesetzt werden soll. Es sieht ab dem 2. Januar 2027 die Einführung einer
digitalen Brieftasche für alle Bürger vor, einer sogenannten EUDI-Wallet. Darin sind dann
Identitätsdaten, Personalausweis oder Führerschein gespeichert.
Die EUDI-Wallet wird auch die Kommunikation zwischen Versicherern und Kunden vereinfachen,
etwa mit einer automatisierten, medienbruchfreien Identitätsprüfung und mit schnelleren,
betrugssichereren Schadensmeldungen. Dadurch müssen zukünftig weniger Dokumente
ausgetauscht werden.
Für den Schutz der sensiblen Daten soll ein strenges Sicherheitsreglement sorgen. Wie die an
der Entwicklung der EUDI-Wallet federführend beteiligte Bundesagentur für
Sprunginnovationen vermeldet, sollen die Daten lokal auf dem Gerät gespeichert und nur nach
aktiver Freigabe geteilt werden können, und zwar nur mit Organisationen, die staatlich
registriert sind. Bei einem Verlust des Geräts könne man die Wallet sperren und auf einem neuen
wieder einrichten.
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Die merklichen Verbraucherpreissteigerungen der jüngeren Vergangenheit wirken sich auf das
Vorsorgeverhalten der Bundesbürger aus. In einer repräsentativen Umfrage eines großen
Versicherers gaben 41 Prozent an, infolge der Inflation weniger für den Ruhestand auf die Seite
zu legen. 2023 waren es in einer Vorläuferumfrage 32 Prozent.
Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer spart regelmäßig fürs Alter: 13 Prozent bis zu 100 Euro
im Monat, 15 Prozent zwischen 100 und 200 Euro, 10 Prozent zwischen 200 und 300 Euro sowie
14 Prozent einen höheren Betrag. Ebenfalls 52 Prozent beträgt der Anteil derjenigen, die gern
mehr in die langfristige Vorsorge investieren würden, aber nicht die Mittel dafür haben. Mit 35
Prozent verzichtet mehr als jeder Dritte gänzlich auf Sparbemühungen.
Um mehr Liquidität für die Altersvorsorge zu gewinnen, würden 31 Prozent am ehesten bei
Restaurantbesuchen, Lieferdiensten und Ausgehvergnügen den Rotstift ansetzen. Bei Kleidung,
Technikgeräten und dergleichen würden sich 30 Prozent einschränken, während 21 Prozent ihre
Urlaube und Reisen beschneiden würden.
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Alle fünf Jahre wird die repräsentative „Einkommens- und Verbrauchsstichprobe“ (EVS) erhoben,
für die das Statistische Bundesamt rund 60.000 Haushalte befragen lässt. Auch die
abgeschlossenen Versicherungen stehen dabei im Fokus und wurden nun für die jüngste
Umfrage vom Versicherer-Gesamtverband GDV ausgewertet.
Unter den freiwilligen Versicherungen erreicht die private Haftpflichtpolice mit über 89 Prozent
die höchste Verbreitung. Bei der letzten Befragung waren es noch knapp 83 Prozent. Auch die
Abdeckung mit Hausratversicherungen stieg von 75,7 auf 78 Prozent. Zuwächse gab es, wenn
auch auf niedrigerem Niveau, ebenfalls bei der Rechtsschutzversicherung, über die nun fast jeder zweite Haushalt in Deutschland verfügt (zuvor 46,3 Prozent). Den größten Sprung – von 31,6 auf 47,5 Prozent – vollzogen private Krankenzusatzversicherungen.
„Heute schützen sich die Menschen umfassender vor alltäglichen und existenziellen Risiken.
Daran sieht man, welchen Stellenwert finanzielle Sicherheit für viele Haushalte hat“,
kommentiert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen die Ergebnisse.
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Im Auftrag einer großen Versicherungsgesellschaft hat forsa rund 1.000 volljährige
Bundesbürger zu ihrem Anlageverhalten befragt und die Ergebnisse nach Generationen
aufgeschlüsselt. Wie schon in vergleichbaren Erhebungen zuvor zeigt sich bei jüngeren
Menschen eine deutlich größere Affinität zu den Kapitalmärkten. Zudem tätigen sie ihre
Investments häufiger auf digitalen Plattformen. Besonders groß ist die generationelle Lücke
beim Thema Kryptowährungen: Während knapp jeder fünfte unter 30-Jährige Geld in Bitcoin,
Ether & Co. gesteckt hat, trifft das nur auf jeden 50. über 60-Jährigen zu. Die Kohorten ab 45
Jahren setzen lieber auf klassische Assetklassen wie Immobilien, Tages- und Festgeld oder
Lebensversicherungen.
Gemeinsam ist den Generationen, dass Sicherheit für sie im Zweifel wichtiger ist als Rendite.
Allerdings auch hier mit unterschiedlichen Margen: Nur 8 Prozent der über 60-Jährigen, aber 19
Prozent der unter 30-Jährigen priorisieren die Rendite. Über alle Altersgruppen hinweg sind es
13 Prozent, während 47 Prozent der Sicherheit den Vorzug geben.
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Cyberkriminalität lauert im Netz an allen Ecken: im E-Mail-Eingang, in (Fake-)Onlineshops, in
sozialen Netzwerken. Wer einmal nicht aufpasst, kann schnell größere Geldsummen oder
sensible bzw. kostbare Daten auf Nimmerwiedersehen verlieren. Im vergangenen Jahr ist das laut
„Cybersicherheitsmonitor 2026“, herausgegeben vom Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes
(ProPK), 11 Prozent der Internetnutzer in Deutschland passiert. Da bei Weitem nicht alle Fälle
zur Anzeige gebracht werden, ist von einer beträchtlichen Dunkelziffer auszugehen.
Von den erfassten Fällen betreffen 22 Prozent den vermeintlichen Kauf in Onlineshops, die gar
nicht real existierten. Bei 18 Prozent wurden Daten entwendet bzw. zerstört. Es folgen Betrug
beim Onlinebanking (13 Prozent), Phishing-Attacken (12) – also E-Mails in falschem Namen mit
schädlichen Links oder Anhängen – und Identitätsdiebstahl (10). Dabei spielen auch KI -
Deepfakes eine wachsende Rolle: 5 Prozent der Cybercrime-Betroffenen berichteten davon.
Neben sorgfältiger Prävention und Wachsamkeit kann auch eine Cyberversicherung bei der
Risikoentschärfung helfen. Sie trägt je nach Tarifgestaltung finanzielle Schäden, unterstützt bei
der Schadensbegrenzung, etwa bei der Datenwiederherstellung, oder bei der juristischen
Verfolgung. Auch Darknet-Monitoring ist oft inklusive, um aufzudecken, wenn die eigenen
Finanzdaten gehackt und ins Netz gestellt wurden.
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Während die Weltkonjunktur die Sperrung der Straße von Hormus verkraften muss und die
Wachstumsprognosen geradezu monatlich nach unten korrigiert werden, bewegen sich die
Aktienkurse weiter auf Rekordniveau. Der deutsche Leitindex DAX 40 näherte sich Ende Mai
erneut seinem Allzeithoch, obwohl die deutsche Wirtschaft vergleichsweise stark unter dem
Irankrieg leidet. Der US-amerikanische Index NASDAQ 100 übersprang am 26. Mai erstmals in
seiner Geschichte die Marke von 30.000 Punkten. Auch der Dow Jones und der japanische Nikkei
erreichten nach einem Einbruch im März neue Rekordstände.
Der Optimismus der Börsianer speist sich im Wesentlichen aus dem Boom der künstlichen
Intelligenz, in die derzeit gewaltige Investitionen fließen. Dass diese irgendwann die erhofften
Gewinne einspielen werden, ist jedoch keineswegs garantiert, weshalb manche Marktbeobachter
von einer großen Wette sprechen. Umso wichtiger ist es für Anleger, ihr Geld breit zu
diversifizieren und kein KI-Klumpenrisiko einzugehen.
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