Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) dürfte in naher Zukunft weiter an Attraktivität
verlieren: Neben Beitragsanhebungen droht der Wegfall der beitragsfreien Mitversicherung von
Ehe- und Lebenspartnern, der aktuell in Berlin diskutiert wird. Betroffen wären rund 3 Millionen
Menschen, die zukünftig möglicherweise einen pauschalen Mindestbeitrag zahlen müssen.
Damit sollen knapp 3 Milliarden Euro Mehreinnahmen für die GKV generiert werden.
Der Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) wird damit für viele Familien bzw. Paare
noch interessanter. Wie ein aktuelles PKV-Vollversicherungs-Rating von Morgen & Morgen zeigt,
können sie dabei zwischen zahlreichen hochwertigen Tarifen wählen. „Während die GKV über
Leistungskürzungen diskutiert, überzeugt die PKV weiterhin mit leistungsstarken Tarifen und
baut aktuell das mittlere Segment weiter aus“, sagt Thorsten Bohrmann, Senior
Versicherungsanalyst beim Rüsselsheimer Ratinghaus. Neben neuen Premiumangeboten gebe es
am Markt den Trend, modulare Tarife aufzulegen, die einen persönlichen Zuschnitt ermöglichen.
Mit dieser größeren Wahlfreiheit gehe allerdings auch ein höherer Beratungsbedarf einher.
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Trotz wachsender Offenheit gegenüber den Kapitalmärkten horten die Bundesbürger ihr
Erspartes am liebsten auf dem Sparbuch, Festgeld- und Tagesgeldkonten, wie eine Ipsos
Umfrage unter mehr als 3.200 Personen kürzlich erbrachte. Angesichts der geringen Verzinsung
dieser Anlageformen läuft das nach Abzug der Inflation in der Regel auf einen Kaufkraftverlust
hinaus. Immerhin: Der Anteil der Wertpapieranleger an den Sparenden ist seit der
Vorgängerumfrage vor zwei Jahren von 35 auf 40 Prozent gestiegen, wofür vor allem die
Generation Z gesorgt hat, also die heute etwa 18- bis 30-Jährigen.
An Sparbemühungen mangelt es grundsätzlich nicht: Auch in Zeiten schwächelnder Konjunktur
legen 43,7 Prozent der Deutschen regelmäßig und 28,4 Prozent hin und wieder Geld beiseite –
die Gesamtquote von 72 Prozent liegt sogar zwei Prozentpunkte über dem Wert der letzten
Umfrage. Tipps zur Verwahrung und Anlage des Ersparten holen sich die Menschen vorwiegend
bei Familie und Freunden (31,2 Prozent) und bei Bank- und Finanzberatern (29,7). Letztere haben
im vergangenen Jahr jedoch nur vier von fünf Befragten konsultiert.
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Nach rund 95.000 Fällen im Vorjahr regulierten die deutschen Versicherer 2025 circa 100.000
Schäden infolge von Wohnungseinbrüchen, wie der Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV) kürzlich mitteilte. Damit hält ein unseliger Trend an: Bereits seit
2021 (70.000) zeigt die Kurve Jahr für Jahr nach oben. Im längerfristigen Vergleich allerdings
sind die Zahlen noch moderat – von 2011 bis 2016 lagen sie über 150.000, in der Spitze sogar
bei 180.000 Fällen.
Kräftiger stiegen indes die Schadenssummen pro Wohnungseinbruch: 3.850 Euro überwiesen die
Versicherer im Durchschnitt, rund 200 Euro mehr als 2024. In Summe ergab das über 380
Millionen Euro, ein Ausgabenplus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der GDV empfiehlt zur Prävention vor allem mechanische Vorrichtungen: „Einbrecher suchen den
schnellen Weg und scheitern oft: Knapp die Hälfte aller Einbruchsversuche bleibt laut
Polizeilicher Kriminalstatistik im Versuchsstadium stecken, häufig weil die Sicherungstechnik
standhält. Wer die richtigen Stellen sichert, schreckt die meisten Täter bereits ab.“
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Die Assetklasse der offenen Immobilienfonds (OIF) steht unter verschärftem Druck, seit die
Anleger in großem Stil ihr Geld zurückholen wollen. Allein seit Januar 2025 sind unterm Strich
mehr als 10 Milliarden Euro abgeflossen. Die daraus resultierenden Liquiditätsnöte zwingen nun
bereits den dritten Fonds in diesem Jahr zu einem Rücknahmestopp. Das Management des UBS
(D) Euroinvest Immobilien teilte mit, „dass die liquiden Mittel des Immobilien-Sondervermögens
nicht ausreichen, um den Rücknahmepreis für die zur Rückgabe vorgelegten Anteile zu zahlen
und die ordnungsgemäße laufende Bewirtschaftung des Immobilien-Sondervermögens
sicherzustellen“.
Marktbeobachtern treibt besonders die Tatsache Sorgenfalten auf die Stirn, dass dieser Fonds
sich auf Gewerbeimmobilien fokussiert. Die bisherigen Rücknahmestopps betrafen
Wohnimmobilienfonds, nämlich den Wohnselect von Wertgrund und den Fokus Wohnen
Deutschland von Industria.
Die UBS-Anleger müssen sich nun in Geduld üben. Bis zu drei Jahre darf die Rücknahme von
OIF-Anteilen ausgesetzt werden, bevor das nötige Geld mit Notverkäufen erwirtschaftet werden
muss. So lange bleibt nur ein Anteilsverkauf auf dem Zweitmarkt als Alternative – mit
entsprechenden Abschlägen.
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Im vergangenen Jahr erfassten die deutschen Kfz-Versicherer an kaskoversicherten Fahrzeugen
circa 190.000 Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung. Insgesamt
flossen dafür rund 650 Millionen Euro an die Besitzer. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der
Schadensaufwand damit fast halbiert, denn 2024 entstanden Naturgefahrenschäden im
Volumen von 1,2 Milliarden Euro.
Nicht in allen Bundesländern meinte es die Witterung jedoch gut mit den Fahrzeughaltern. So
wurden in Niedersachsen (8 Millionen Einwohner) 20.500 Schadensfälle registriert, in Hessen
(6,3 Millionen Einwohner) dagegen nur 6.000. Sowohl in absoluten Zahlen als auch in Relation
zur Bevölkerung wurde allerdings Nordrhein-Westfalen (18 Millionen Einwohner) mit 59.500
Fällen am stärksten getroffen.
Mittel- und langfristig gehen die Versicherer von anschwellenden Schadenszahlen aus, da mit
häufigeren Extremwetterlagen gerechnet wird. Wer sich als Autobesitzer gegen das
Naturgefahrenrisiko wappnen will, braucht eine Kaskoversicherung – die Haftpflichtversicherung
deckt nur Schäden an fremden Fahrzeugen ab.
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Wohnungsmieter in Deutschland müssen Jahr für Jahr tiefer in die Tasche greifen. Auch für das
erste Quartal 2026 vermeldet der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erneut
Steigerungsraten deutlich über der allgemeinen Inflation. So müssen Neumieter in Düsseldorf
5,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor zahlen, in Köln 5,7 und in Hamburg 5,1 Prozent. Auch im
„Speckgürtel“ rund um Metropolen ziehen die Mieten unvermindert an, rund um die Top-7-Städte
um 4,2 Prozent, im Umland der übrigen Großstädte um 3,9 Prozent. Deutschlandweit betrug die
Mietpreiszunahme 3,5 Prozent.
Weniger dynamisch entwickeln sich die Immobilien-Kaufpreise: Sowohl Wohnungen als auch
Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich gegenüber dem Vorquartal lediglich um 0,1
Prozent. Auf Jahressicht legten die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,7 Prozent zu, die
für Eigentumswohnungen dagegen um 2,5 Prozent. Die IW-Marktanalysten führen diese Zahlen
wesentlich auf das hohe Zinsniveau zurück. Zudem werden wenig energieeffiziente Gebäude
immer häufiger mit einem Preisabschlag versehen.
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