Archiv: April 2026

Mardersaison beginnt – Schutzmaßnahmen können sich auszahlen

21.04.2026 | Mardersaison beginnt – Schutzmaßnahmen können sich auszahlen

Zu Marderbissen im Motorraum kommt es zwar rund ums Jahr, doch von April bis Juni sind die nachtaktiven Raubtiere besonders aggressiv. Nehmen sie dann in „ihrem“ Revier die Duftmarken von Konkurrenten wahr, zerbeißen sie unbarmherzig die markierten Leitungen. Die Folgen können gefährlich und kostspielig sein. Vor allem bei Elektroautos: Hat ein Marder ein Hochvoltkabel beschädigt, muss häufig der komplette Kabelsatz erneuert werden. Die Zahl der kaskoversicherten Schadensfälle ist zuletzt nach Angaben des Versicherer Gesamtverbands deutlich gestiegen: 2024 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) wurden mehr als eine Viertelmillion Marderbissschäden reguliert, ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommt eine unbekannte Dunkelziffer unversicherter Fälle. Zum Schutz empfiehlt es sich, regelmäßig den Motorraum auf Marderspuren zu checken. Dazu gehören Kot- oder Uringeruch, Bisskerben in Kabeln, Schläuchen oder Dämmstoff, Fellreste und Pfotenspuren. Gegebenenfalls sollte man den Motorraum sorgfältig reinigen und so vorhandene Duftmarken tilgen. Zudem halten feinmaschige Drahtgitter unter dem Motor Marder fern, Extra Ummantelungen können Kabel wappnen, und mit elektrischen Kontaktstellen lassen sich die Tiere bei Berührung mit ungefährlichen, aber unangenehmen Stromstößen vergrämen. Last, not least sollte man sich mit einer Teil- oder Vollkaskoversicherung vor den Kostenrisiken schützen.
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Finanzaufsicht sieht Risikoeinstufung offener Immobilienfonds kritisch

21.04.2026 | Finanzaufsicht sieht Risikoeinstufung offener Immobilienfonds kritisch

Über Jahrzehnte hatten offene Immobilienfonds (OIFs) den Ruf einer soliden Portfoliobeimischung – nicht sehr renditestark, aber schwankungsarm und mit geringem Verlustrisiko. Doch die Branche ist unter Druck geraten, insbesondere durch steigende Zinsen und durch strukturelle Markttrends im Gewerbesegment. Die Anleger reagieren auf die kargen Renditen und die wachsenden Unsicherheiten mit Rückzug: Mehr als zehn Milliarden Euro zogen sie seit Januar 2025 unterm Strich aus OIFs ab, woraufhin zwei Fonds bereits einen Rücknahmestopp verhängten. In diesem Kontext dürfte auch ein Interview von Marc Branson, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), mit der „Süddeutschen Zeitung“ nicht als vertrauensbildende Maßnahme wirken. Der oberste Finanzaufseher der Republik moniert einen häufig „vertriebsgetriebenen Verkauf“ von OIFs, die vorwiegend in Banken und Sparkassen angeboten werden. Zudem sei es fragwürdig, dass die Fonds oft der niedrigsten Risikoklasse zugeordnet werden. Die vorgeschriebenen Beratungsprotokolle seien kaum hilfreich für die Anleger, da sie zu schwer verständlich seien.
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Gute Noten für Krankenhaus-Zusatzversicherungen

21.04.2026 | Gute Noten für Krankenhaus-Zusatzversicherungen

Wer bereits als Kassenpatient einen längeren Klinikaufenthalt absolviert hat, weiß in der Regel, was ein Privatversicherten-ähnlicher Status wert ist: Man genießt die Ruhe eines Ein- oder Zweibettzimmers, bessere Verpflegung und vor allem Chefarztbehandlung. Ebendies verschaffen Krankenhaus-Zusatzpolicen auch gesetzlich Versicherten, weshalb sie kontinuierlich weitere Verbreitung finden. Dass die Tarifqualität am Markt stimmt, zeigt eine aktuelle Analyse der Stiftung Warentest: Von den 72 untersuchten Tarifen erhielt jeder vierte die Bestnote „sehr gut“. Einbezogen wurden von vornherein nur Angebote mit Alterungsrückstellungen, weil sie langfristig beitragsstabiler sind, wofür die Prämien zu Anfang etwas höher ausfallen. Überdies galten die folgenden Mindestanforderungen: freie Klinik- und Arztwahl, Ein- oder Zweibettzimmer, lebenslange Laufzeit und Erstattung von Arzthonoraren bis zum (3,5-fachen) Höchstsatz der Gebührenordnung. Ein Spitzentarif muss nicht teuer sein: Bereits ab rund 30 Euro Monatsbeitrag lassen sich als „sehr gut“ bewertete Tarife abschließen.
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Nachhaltige Geldanlage: Momentum verloren?

21.04.2026 | Nachhaltige Geldanlage: Momentum verloren?

Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Allgemeinen erleben aktuell starken Gegenwind in Öffentlichkeit und Politik. Das macht sich auch in der Nachfrage nach entsprechenden Finanzprodukten bemerkbar, wie eine gemeinsame Umfrage der Universität Kassel, des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) und des AfW Bundesverbands Finanzdienstleistungen ergab. Nur ein gutes Fünftel der rund 250 teilnehmenden Finanzanlagenberater berichtet, dass ihre Kunden ein hohes oder sehr hohes Interesse am Thema Nachhaltigkeit haben. Vor vier Jahren waren es noch mehr als die Hälfte der Befragten. Den Hauptgrund für die schwindende Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen sehen die Berater in den regulatorischen Anforderungen, die über 80 Prozent als unangemessen empfinden – zu kompliziert, zu wenig transparent, schwierig zu handhaben. Ein anderes Bild zeichnet derweil eine Verbraucherumfrage, die kürzlich im Auftrag eines großen Versicherers durchgeführt wurde. Kernaussage: Mehr als der Hälfte der Bundesbürger ist Nachhaltigkeit bei der Geldanlage wichtig – 35 Prozent „eher wichtig“, 18 Prozent „sehr wichtig“ –, was gegenüber der Vorjahresumfrage einen leichten Anstieg markiert.
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Privater Pflegekostenschutz bleibt ausbaufähig

21.04.2026 | Privater Pflegekostenschutz bleibt ausbaufähig

Pflegeleistungen verteuern sich in Deutschland deutlich schneller als die allgemeinen Lebenshaltungskosten, zuletzt um 9 Prozent auf Jahressicht. Der Eigenanteil bei vollstationärer Pflege liegt mittlerweile im Durchschnitt bei weit über 3.000 Euro monatlich. Dass sich angesichts leerer Sozialversicherungskassen mit der anstehenden Pflegereform maßgebliche Entlastungen für Pflegebedürftige realisieren lassen, glauben nur eingefleischte Optimisten – schließlich wird die Zahl der Pflegefälle allen Prognosen zufolge weiter steigen.  Umso wichtiger ist die private Vorsorge, für die ein breites Angebot an privaten Pflegezusatzversicherungen bereitsteht. Doch dieses effektive Instrument zur Entschärfung eines beträchtlichen Kostenrisikos wird nach wie vor nur von einer Minderheit der Deutschen genutzt: Laut der auf Versicherungen spezialisierten Ratingagentur Franke und Bornberg haben nur 4,1 Millionen Menschen hierzulande eine Pflegezusatzpolice abgeschlossen, weniger als 5 Prozent der Bevölkerung also. „Viele verdrängen das Risiko. Niemand denkt gerne daran, pflegebedürftig zu werden“, erklärt Geschäftsführer Michael Franke die gefährliche Zurückhaltung. Den Betroffenen werde häufig erst, wenn der Pflegefall eintrete, bewusst, welche Schutzlücke bestehe.
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Häufig unterschätzt: Dividenden als Gesamtrenditetreiber

21.04.2026 | Häufig unterschätzt: Dividenden als Gesamtrenditetreiber

Börsennotierte Unternehmen nutzen die Dividende gern als eine Art Aushängeschild, an dem sich Qualität und Erfolg der Unternehmensführung ablesen lassen. Logische Folge: Kürzungen werden möglichst vermieden und auf Großkrisenzeiten beschränkt, lieber wird Jahr für Jahr eine Erhöhung verkündet, um die Shareholder zufriedenzustellen. So auch in der aktuellen Dividendensaison: Die im STOXX Europe 600 vertretenen deutschen Konzerne werden ihre Auszahlungen trotz Konjunkturflaute voraussichtlich um etwa 2 Milliarden auf circa 58 Milliarden Euro anheben. Insgesamt dürften die in diesem Index abgebildeten Unternehmen 454 Milliarden Euro ausschütten, ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dividenden können damit einen wichtigen Beitrag zur Gesamtrendite eines Portfolios liefern, der von vielen Anlegern unterschätzt wird. So stammten 39 Prozent der durchschnittlichen Jahresrenditen der MSCI-Europe-Titel in den letzten vier Jahrzehnten aus Unternehmensausschüttungen. In der Region Asien-Pazifik waren es sogar 49 Prozent. Hinzu kommt: Portfolios mit einem hohen Dividendenzahler-Anteil sind statistisch weniger schwankungsanfällig.
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