Zu Marderbissen im Motorraum kommt es zwar rund ums Jahr, doch von April bis Juni sind die
nachtaktiven Raubtiere besonders aggressiv. Nehmen sie dann in „ihrem“ Revier die Duftmarken
von Konkurrenten wahr, zerbeißen sie unbarmherzig die markierten Leitungen. Die Folgen
können gefährlich und kostspielig sein. Vor allem bei Elektroautos: Hat ein Marder ein
Hochvoltkabel beschädigt, muss häufig der komplette Kabelsatz erneuert werden.
Die Zahl der kaskoversicherten Schadensfälle ist zuletzt nach Angaben des Versicherer
Gesamtverbands deutlich gestiegen: 2024 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) wurden mehr
als eine Viertelmillion Marderbissschäden reguliert, ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem
Vorjahr. Hinzu kommt eine unbekannte Dunkelziffer unversicherter Fälle.
Zum Schutz empfiehlt es sich, regelmäßig den Motorraum auf Marderspuren zu checken. Dazu
gehören Kot- oder Uringeruch, Bisskerben in Kabeln, Schläuchen oder Dämmstoff, Fellreste und
Pfotenspuren. Gegebenenfalls sollte man den Motorraum sorgfältig reinigen und so vorhandene
Duftmarken tilgen. Zudem halten feinmaschige Drahtgitter unter dem Motor Marder fern, Extra
Ummantelungen können Kabel wappnen, und mit elektrischen Kontaktstellen lassen sich die
Tiere bei Berührung mit ungefährlichen, aber unangenehmen Stromstößen vergrämen. Last, not
least sollte man sich mit einer Teil- oder Vollkaskoversicherung vor den Kostenrisiken schützen.
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Über Jahrzehnte hatten offene Immobilienfonds (OIFs) den Ruf einer soliden
Portfoliobeimischung – nicht sehr renditestark, aber schwankungsarm und mit geringem
Verlustrisiko. Doch die Branche ist unter Druck geraten, insbesondere durch steigende Zinsen
und durch strukturelle Markttrends im Gewerbesegment. Die Anleger reagieren auf die kargen
Renditen und die wachsenden Unsicherheiten mit Rückzug: Mehr als zehn Milliarden Euro zogen
sie seit Januar 2025 unterm Strich aus OIFs ab, woraufhin zwei Fonds bereits einen
Rücknahmestopp verhängten.
In diesem Kontext dürfte auch ein Interview von Marc Branson, Präsident der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), mit der „Süddeutschen Zeitung“ nicht als
vertrauensbildende Maßnahme wirken. Der oberste Finanzaufseher der Republik moniert einen
häufig „vertriebsgetriebenen Verkauf“ von OIFs, die vorwiegend in Banken und Sparkassen
angeboten werden. Zudem sei es fragwürdig, dass die Fonds oft der niedrigsten Risikoklasse
zugeordnet werden. Die vorgeschriebenen Beratungsprotokolle seien kaum hilfreich für die
Anleger, da sie zu schwer verständlich seien.
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Wer bereits als Kassenpatient einen längeren Klinikaufenthalt absolviert hat, weiß in der Regel,
was ein Privatversicherten-ähnlicher Status wert ist: Man genießt die Ruhe eines Ein- oder
Zweibettzimmers, bessere Verpflegung und vor allem Chefarztbehandlung. Ebendies verschaffen
Krankenhaus-Zusatzpolicen auch gesetzlich Versicherten, weshalb sie kontinuierlich weitere
Verbreitung finden.
Dass die Tarifqualität am Markt stimmt, zeigt eine aktuelle Analyse der Stiftung Warentest: Von
den 72 untersuchten Tarifen erhielt jeder vierte die Bestnote „sehr gut“. Einbezogen wurden von
vornherein nur Angebote mit Alterungsrückstellungen, weil sie langfristig beitragsstabiler sind,
wofür die Prämien zu Anfang etwas höher ausfallen. Überdies galten die folgenden
Mindestanforderungen: freie Klinik- und Arztwahl, Ein- oder Zweibettzimmer, lebenslange
Laufzeit und Erstattung von Arzthonoraren bis zum (3,5-fachen) Höchstsatz der
Gebührenordnung. Ein Spitzentarif muss nicht teuer sein: Bereits ab rund 30 Euro Monatsbeitrag
lassen sich als „sehr gut“ bewertete Tarife abschließen.
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Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Allgemeinen erleben aktuell starken Gegenwind in
Öffentlichkeit und Politik. Das macht sich auch in der Nachfrage nach entsprechenden
Finanzprodukten bemerkbar, wie eine gemeinsame Umfrage der Universität Kassel, des Forums
Nachhaltige Geldanlagen (FNG) und des AfW Bundesverbands Finanzdienstleistungen ergab.
Nur ein gutes Fünftel der rund 250 teilnehmenden Finanzanlagenberater berichtet, dass ihre
Kunden ein hohes oder sehr hohes Interesse am Thema Nachhaltigkeit haben. Vor vier Jahren
waren es noch mehr als die Hälfte der Befragten. Den Hauptgrund für die schwindende
Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen sehen die Berater in den regulatorischen Anforderungen,
die über 80 Prozent als unangemessen empfinden – zu kompliziert, zu wenig transparent,
schwierig zu handhaben.
Ein anderes Bild zeichnet derweil eine Verbraucherumfrage, die kürzlich im Auftrag eines großen
Versicherers durchgeführt wurde. Kernaussage: Mehr als der Hälfte der Bundesbürger ist
Nachhaltigkeit bei der Geldanlage wichtig – 35 Prozent „eher wichtig“, 18 Prozent „sehr wichtig“ –, was gegenüber der Vorjahresumfrage einen leichten Anstieg markiert.
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Pflegeleistungen verteuern sich in Deutschland deutlich schneller als die allgemeinen
Lebenshaltungskosten, zuletzt um 9 Prozent auf Jahressicht. Der Eigenanteil bei vollstationärer
Pflege liegt mittlerweile im Durchschnitt bei weit über 3.000 Euro monatlich. Dass sich
angesichts leerer Sozialversicherungskassen mit der anstehenden Pflegereform maßgebliche
Entlastungen für Pflegebedürftige realisieren lassen, glauben nur eingefleischte Optimisten –
schließlich wird die Zahl der Pflegefälle allen Prognosen zufolge weiter steigen. Umso wichtiger ist die private Vorsorge, für die ein breites Angebot an privaten Pflegezusatzversicherungen bereitsteht.
Doch dieses effektive Instrument zur Entschärfung eines beträchtlichen Kostenrisikos wird nach
wie vor nur von einer Minderheit der Deutschen genutzt: Laut der auf Versicherungen
spezialisierten Ratingagentur Franke und Bornberg haben nur 4,1 Millionen Menschen
hierzulande eine Pflegezusatzpolice abgeschlossen, weniger als 5 Prozent der Bevölkerung also.
„Viele verdrängen das Risiko. Niemand denkt gerne daran, pflegebedürftig zu werden“, erklärt
Geschäftsführer Michael Franke die gefährliche Zurückhaltung. Den Betroffenen werde häufig
erst, wenn der Pflegefall eintrete, bewusst, welche Schutzlücke bestehe.
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Börsennotierte Unternehmen nutzen die Dividende gern als eine Art Aushängeschild, an dem
sich Qualität und Erfolg der Unternehmensführung ablesen lassen. Logische Folge: Kürzungen
werden möglichst vermieden und auf Großkrisenzeiten beschränkt, lieber wird Jahr für Jahr eine
Erhöhung verkündet, um die Shareholder zufriedenzustellen. So auch in der aktuellen
Dividendensaison: Die im STOXX Europe 600 vertretenen deutschen Konzerne werden ihre
Auszahlungen trotz Konjunkturflaute voraussichtlich um etwa 2 Milliarden auf circa 58
Milliarden Euro anheben. Insgesamt dürften die in diesem Index abgebildeten Unternehmen 454
Milliarden Euro ausschütten, ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dividenden können damit einen wichtigen Beitrag zur Gesamtrendite eines Portfolios liefern,
der von vielen Anlegern unterschätzt wird. So stammten 39 Prozent der durchschnittlichen
Jahresrenditen der MSCI-Europe-Titel in den letzten vier Jahrzehnten aus
Unternehmensausschüttungen. In der Region Asien-Pazifik waren es sogar 49 Prozent. Hinzu
kommt: Portfolios mit einem hohen Dividendenzahler-Anteil sind statistisch weniger
schwankungsanfällig.
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