Archiv: Juni 2026

Inflation hemmt Kapitalaufbau fürs Alter

04.06.2026 | Inflation hemmt Kapitalaufbau fürs Alter

Die merklichen Verbraucherpreissteigerungen der jüngeren Vergangenheit wirken sich auf das Vorsorgeverhalten der Bundesbürger aus. In einer repräsentativen Umfrage eines großen Versicherers gaben 41 Prozent an, infolge der Inflation weniger für den Ruhestand auf die Seite zu legen. 2023 waren es in einer Vorläuferumfrage 32 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer spart regelmäßig fürs Alter: 13 Prozent bis zu 100 Euro im Monat, 15 Prozent zwischen 100 und 200 Euro, 10 Prozent zwischen 200 und 300 Euro sowie 14 Prozent einen höheren Betrag. Ebenfalls 52 Prozent beträgt der Anteil derjenigen, die gern mehr in die langfristige Vorsorge investieren würden, aber nicht die Mittel dafür haben. Mit 35 Prozent verzichtet mehr als jeder Dritte gänzlich auf Sparbemühungen. Um mehr Liquidität für die Altersvorsorge zu gewinnen, würden 31 Prozent am ehesten bei Restaurantbesuchen, Lieferdiensten und Ausgehvergnügen den Rotstift ansetzen. Bei Kleidung, Technikgeräten und dergleichen würden sich 30 Prozent einschränken, während 21 Prozent ihre Urlaube und Reisen beschneiden würden.
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So sind die Deutschen versichert

04.06.2026 | So sind die Deutschen versichert

Alle fünf Jahre wird die repräsentative „Einkommens- und Verbrauchsstichprobe“ (EVS) erhoben, für die das Statistische Bundesamt rund 60.000 Haushalte befragen lässt. Auch die abgeschlossenen Versicherungen stehen dabei im Fokus und wurden nun für die jüngste Umfrage vom Versicherer-Gesamtverband GDV ausgewertet. Unter den freiwilligen Versicherungen erreicht die private Haftpflichtpolice mit über 89 Prozent die höchste Verbreitung. Bei der letzten Befragung waren es noch knapp 83 Prozent. Auch die Abdeckung mit Hausratversicherungen stieg von 75,7 auf 78 Prozent. Zuwächse gab es, wenn auch auf niedrigerem Niveau, ebenfalls bei der Rechtsschutzversicherung, über die nun fast  jeder zweite Haushalt in Deutschland verfügt (zuvor 46,3 Prozent). Den größten Sprung – von 31,6 auf 47,5 Prozent – vollzogen private Krankenzusatzversicherungen. „Heute schützen sich die Menschen umfassender vor alltäglichen und existenziellen Risiken. Daran sieht man, welchen Stellenwert finanzielle Sicherheit für viele Haushalte hat“, kommentiert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen die Ergebnisse.
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Wie die Generationen bei der Geldanlage ticken

04.06.2026 | Wie die Generationen bei der Geldanlage ticken

Im Auftrag einer großen Versicherungsgesellschaft hat forsa rund 1.000 volljährige Bundesbürger zu ihrem Anlageverhalten befragt und die Ergebnisse nach Generationen aufgeschlüsselt. Wie schon in vergleichbaren Erhebungen zuvor zeigt sich bei jüngeren Menschen eine deutlich größere Affinität zu den Kapitalmärkten. Zudem tätigen sie ihre Investments häufiger auf digitalen Plattformen. Besonders groß ist die generationelle Lücke beim Thema Kryptowährungen: Während knapp jeder fünfte unter 30-Jährige Geld in Bitcoin, Ether & Co. gesteckt hat, trifft das nur auf jeden 50. über 60-Jährigen zu. Die Kohorten ab 45 Jahren setzen lieber auf klassische Assetklassen wie Immobilien, Tages- und Festgeld oder Lebensversicherungen. Gemeinsam ist den Generationen, dass Sicherheit für sie im Zweifel wichtiger ist als Rendite. Allerdings auch hier mit unterschiedlichen Margen: Nur 8 Prozent der über 60-Jährigen, aber 19 Prozent der unter 30-Jährigen priorisieren die Rendite. Über alle Altersgruppen hinweg sind es 13 Prozent, während 47 Prozent der Sicherheit den Vorzug geben.
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Mehr als jeder zehnte Internetnutzer von Cybercrime betroffen – mindestens

04.06.2026 | Mehr als jeder zehnte Internetnutzer von Cybercrime betroffen – mindestens

Cyberkriminalität lauert im Netz an allen Ecken: im E-Mail-Eingang, in (Fake-)Onlineshops, in sozialen Netzwerken. Wer einmal nicht aufpasst, kann schnell größere Geldsummen oder sensible bzw. kostbare Daten auf Nimmerwiedersehen verlieren. Im vergangenen Jahr ist das laut „Cybersicherheitsmonitor 2026“, herausgegeben vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), 11 Prozent der Internetnutzer in Deutschland passiert. Da bei Weitem nicht alle Fälle zur Anzeige gebracht werden, ist von einer beträchtlichen Dunkelziffer auszugehen. Von den erfassten Fällen betreffen 22 Prozent den vermeintlichen Kauf in Onlineshops, die gar nicht real existierten. Bei 18 Prozent wurden Daten entwendet bzw. zerstört. Es folgen Betrug beim Onlinebanking (13 Prozent), Phishing-Attacken (12) – also E-Mails in falschem Namen mit schädlichen Links oder Anhängen – und Identitätsdiebstahl (10). Dabei spielen auch KI - Deepfakes eine wachsende Rolle: 5 Prozent der Cybercrime-Betroffenen berichteten davon. Neben sorgfältiger Prävention und Wachsamkeit kann auch eine Cyberversicherung bei der Risikoentschärfung helfen. Sie trägt je nach Tarifgestaltung finanzielle Schäden, unterstützt bei der Schadensbegrenzung, etwa bei der Datenwiederherstellung, oder bei der juristischen Verfolgung. Auch Darknet-Monitoring ist oft inklusive, um aufzudecken, wenn die eigenen Finanzdaten gehackt und ins Netz gestellt wurden.
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Börsenkurse geben sich von Krisen unbeeindruckt

04.06.2026 | Börsenkurse geben sich von Krisen unbeeindruckt

Während die Weltkonjunktur die Sperrung der Straße von Hormus verkraften muss und die Wachstumsprognosen geradezu monatlich nach unten korrigiert werden, bewegen sich die Aktienkurse weiter auf Rekordniveau. Der deutsche Leitindex DAX 40 näherte sich Ende Mai erneut seinem Allzeithoch, obwohl die deutsche Wirtschaft vergleichsweise stark unter dem Irankrieg leidet. Der US-amerikanische Index NASDAQ 100 übersprang am 26. Mai erstmals in seiner Geschichte die Marke von 30.000 Punkten. Auch der Dow Jones und der japanische Nikkei erreichten nach einem Einbruch im März neue Rekordstände. Der Optimismus der Börsianer speist sich im Wesentlichen aus dem Boom der künstlichen Intelligenz, in die derzeit gewaltige Investitionen fließen. Dass diese irgendwann die erhofften Gewinne einspielen werden, ist jedoch keineswegs garantiert, weshalb manche Marktbeobachter von einer großen Wette sprechen. Umso wichtiger ist es für Anleger, ihr Geld breit zu diversifizieren und kein KI-Klumpenrisiko einzugehen.
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