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Dividendenaktien im Fokus

20.06.2024 | Dividendenaktien im Fokus

Nach bereits üppigen 407 Milliarden Euro im Vorjahr rechnen Experten für 2024 mit Dividendenzahlungen der MSCI-Europe-Unternehmen in Höhe von über 430 Milliarden Euro. Die DAX-Konzerne werden voraussichtlich mehr als 55 Milliarden Euro an ihre Shareholder ausschütten. Das wirft für viele Anleger die Frage auf, ob verstärkt Dividendenaktien ins Portfolio geholt werden sollten. Die Studienlage zu dieser Strategie ist uneindeutig. Einige Ökonomen haben errechnet, dass Aktiengesellschaften, die regelmäßig Dividenden auszahlen, weniger im Wert schwanken – unter anderem weil die Ausschüttungen die Treue der Aktionäre erhöhen. Im günstigen Fall aber vor allem wegen eines nachhaltig profitablen Geschäftsmodells. Andere Analysten sehen weder bei der Volatilität noch bei der langfristigen Performance eindeutige Vorteile aufseiten der Dividendenaktien. Gerade bei kleineren Unternehmen bestehe die Gefahr, dass Dividenden auf Kosten von Zukunftsinvestitionen und damit der Substanz gehen. Ein zu starker Anlegerfokus auf sie berge überdies das Risiko, dass die Diversifikation eines Portfolios geschmälert wird.
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Deutsche Versicherer sind finanziell solide ausgestattet

20.06.2024 | Deutsche Versicherer sind finanziell solide ausgestattet

Sowohl die Lebens- als auch die Schaden- und Unfallversicherer hierzulande verfügen über ausreichend Rücklagen, um ihren Verpflichtungen auch in Krisenszenarien jederzeit nachkommen zu können. Laut den jüngsten Berichten zur Solvabilität und Finanzlage (Solvency Financial Condition Reports, SFCR), die jährlich vorgelegt werden müssen, sind die sogenannten mittleren Bedeckungsquoten 2023 gegenüber dem Vorjahr auf hohem Niveau konstant geblieben: Die Lebensversicherer kommen im Schnitt auf 305, die Schaden- und Unfallversicherer auf 280 Prozent. 2022 waren es 306 und 281 Prozent. Bereits 100 Prozent sollen ausreichen, um ein theoretisches Krisenszenario durchstehen zu können, das alle zwei Jahrhunderte eintritt. Bezieht man die Übergangsmaßnahmen mit ein, von denen immer weniger Versicherer Gebrauch machen, liegt die Quote in der Lebensversicherung sogar bei 479 Prozent. Die Solvabilität der Versicherer hat zuletzt vor allem von den gestiegenen Zinsen profitiert, während sie andererseits durch die hohe Inflation belastet wurde. Beide Faktoren scheinen sich in ihrer Wirkung in etwa aufgehoben zu haben.
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Die Qual der Wahl für Erneuerbare-Energien-Anleger: AIF, ELTIF 2.0 oder OIS?

20.06.2024 | Die Qual der Wahl für Erneuerbare-Energien-Anleger: AIF, ELTIF 2.0 oder OIS?

Bei der Finanzierung der Energiewende setzt die Politik auch auf privates Kapital, anders sind die erforderlichen Investitionen nicht zu mobilisieren. Um auch Privatanlegern die Beteiligung an Erneuerbare-Energien-Projekten schmackhafter zu machen, haben die europäischen und deutschen Regulierer zwei zusätzliche Vehikel auf den Weg gebracht, die den mittlerweile bewährten, aber eher unflexiblen alternativen Investmentfonds (AIF) ergänzen: Europäische Langfristinvestmentfonds in geänderter Fassung (ELTIF 2.0) und offene InfrastrukturSondervermögen (OIS). Insbesondere im Hinblick auf die Liquidität bieten sie mehr Offenheit als AIF, in denen das Geld in aller Regel für mehrere Jahre gebunden ist und allenfalls ein Zweitmarktverkauf eine vorzeitige Exit-Option bietet. Doch Anleger sollten genau hinschauen, denn die ELTIF-2.0- Manager haben bei Mindesthaltedauer, Kündigungsfristen, Rücknahmehäufigkeit und vorzuhaltender Liquidität großen Gestaltungsspielraum. Zudem können sie auch in Private Equity und Private Debt investieren. Aus OIS dagegen kann man, wie aus offenen Immobilienfonds, erst nach frühestens zwei Jahren wieder aussteigen, nachdem man das mindestens ein Jahr im Voraus angemeldet hat. In OIS-Portfolios darf ein Projekt nicht mehr als 10 Prozent ausmachen, ebenfalls 10 Prozent beträgt die Mindestmarge für liquide Mittel. Von beiden neuen Fondsgattungen gibt es zusammen erst eine Hand voll am deutschen Markt, doch mit weiteren Produkten ist zeitnah zu rechnen.
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Kfz-Versicherer machen erneut Minus

06.06.2024 | Kfz-Versicherer machen erneut Minus

Nachdem ihre Ausgaben schon 2023 die Beitragseinnahmen um mehr als 3 Milliarden Euro überschritten, dürfte auch dieses Jahr für die deutschen Kfz-Versicherer mit tiefroten Zahlen enden. Gemäß einer aktuellen Prognose des Versicherer-Gesamtverbands ist ein Minus von bis zu 2 Milliarden Euro zu befürchten: Beiträgen von 33,6 Milliarden stehen Ausgaben zwischen 34,9 und 35,6 Milliarden Euro gegenüber. Der Hauptgrund für die Mehrkosten liegt in den sich fortlaufend verteuernden Reparaturen. Sowohl die Werkstatt-Stundensätze als auch die Ersatzteilpreise steigen seit Jahren stark an. So mussten für Ersatzteile 2023 rund 70 Prozent mehr berappt werden als zehn Jahre zuvor, während die allgemeine Inflation sich in der derselben Zeitspanne akkumuliert auf 28 Prozent belief. Ein Haftpflicht-Sachschaden kostete 2014 im Schnitt noch rund 2.500 Euro, aktuell sind es ca. 4.000 Euro. Da die Versicherer die Verluste aus dem Kfz-Geschäft nicht dauerhaft aus anderen Sparten quersubventionieren können und dürfen, müssen sich Autobesitzer auf steigende Versicherungsbeiträge einstellen.
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Schadenssumme pro Fahrraddiebstahl steigt auf 1.100 Euro

06.06.2024 | Schadenssumme pro Fahrraddiebstahl steigt auf 1.100 Euro

Rund 150.000 Fahrraddiebstähle wurden den deutschen Versicherern 2023 gemeldet. Damit blieb die Anzahl in etwa konstant auf dem Niveau, das 2022 und auch schon 2019 vor dem „Corona-Knick“ verzeichnet wurde. Einen deutlichen Aufwuchs gab es allerdings bei der Gesamtschadenssumme, die um etwa 10 Millionen auf 160 Millionen Euro stieg. Die daraus resultierende durchschnittliche Schadenssumme von rund 1.100 Euro markiert einen neuen Rekord. Hauptgrund dürfte sein, dass vor allem hochwertige Räder gestohlen werden, die sich gut für einen Weiterverkauf eignen. Von denen stehen wegen des E-Bike- und Luxusrad-Booms in den letzten Jahren mehr und mehr an den Straßen und in den Kellern. Die Hausratversicherung deckt Fahrraddiebstähle in der Regel ab. Bedingung ist allerdings, dass sich das Rad in einem verschlossenen Raum befunden hat (Wohnung, Abstellraum, Keller), also ein Einbruchdiebstahl vorliegt. Wird es, was häufiger der Fall ist, im Freien entwendet, dann erfolgt nur eine Entschädigung, wenn der Versicherungsvertrag eine Fahrradklausel enthält. Für hochwertige Fahrräder kann der Abschluss einer eigenständigen Fahrradversicherung mit erweitertem Schutz und höheren Versicherungssummen sinnvoll sein.
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US-Investmentikone kommt nach Deutschland

06.06.2024 | US-Investmentikone kommt nach Deutschland

Die US-Investorin Cathie Wood hat in der Vergangenheit derart häufig ein glückliches Händchen bewiesen, dass sie in der Szene Kultstatus genießt. Sogar T-Shirts mit dem Bekenntnis „In Cathie we trust“ werden vertrieben. Deutsche Anleger konnten bisher allerdings nicht an ihren Anlageerfolgen teilhaben, denn die Fonds ihrer Gesellschaft Ark Investment Management wurden ausschließlich in den USA gehandelt. Das ändert sich nun: Mit drei Fonds betritt Wood den europäischen Markt. Es handelt sich um „aktive ETFs“, die zwar auf einem Index basieren, aber dessen Ineffizienzen mit aktivem Management ausnutzen wollen. Die Kosten dieser Hybridform sollen entsprechend niedriger ausfallen als bei reinen aktiv gemanagten Fonds, aber höher als bei klassischen ETFs. Vor einer Beteiligung sollten Investoren sich allerdings verdeutlichen, dass die Fondsmanagerin eine riskante Strategie fährt, die große Wertschwankungen zur Folge hat. Ein Jahresplus oder - minus von mehr als 60 Prozent ist, wie die letzten Jahre gezeigt haben, durchaus möglich. Starke Nerven sollten Anleger also mitbringen.
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Sturzflutrisiko schlägt sich künftig stärker in Versicherungsprämien nieder

06.06.2024 | Sturzflutrisiko schlägt sich künftig stärker in Versicherungsprämien nieder

Laut Klimaforschern wird Deutschland in Zukunft immer häufiger von Extremwettern heimgesucht werden. Das dadurch steigende Risiko von Sturzfluten wird nach Meinung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bisher zu wenig in der Prämienkalkulation für die Elementarschadenversicherung berücksichtigt. Daher werden aktuell für rund ein Drittel der Adressen in Deutschland, vornehmlich im Mittel- und Hochgebirge, Sturzflut-Risikomodellierungen erstellt. Sie fließen voraussichtlich ab 2025 in das Geoinformationssystem ZÜRS Geo ein, das für ca. 22 Millionen Adressen das jeweilige Risiko für Überschwemmungen, Starkregen und Rückstau angibt und von den Versicherern standardmäßig für ihre Prämienkalkulation zurate gezogen wird. „Insbesondere die Juli-Flut 2021 hat gezeigt, dass die bisherigen Hochwassersimulationen Sturzfluten nicht genau genug abbilden. In engen Gebirgstälern, in denen viel Wasser von den Berghängen stürzt, können die Flusspegel deutlich höher anschwellen als bei der gleichen Regenmenge im offenen Gelände“, begründet die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach die ZÜRS-Ergänzung. Von zentraler Bedeutung sei eine stärkere Prävention, unter anderem durch Baustopps in Risikogebieten.
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Ist die Immobilienpreis-Talsohle durchschritten?

06.06.2024 | Ist die Immobilienpreis-Talsohle durchschritten?

Nachdem die Finanzierungskonditionen sich gegenüber dem letzten Herbst merklich verbessert haben, während die Mieten unablässig steigen, sehen verschiedene Immobilienmarktteilnehmer wieder eine wachsende Kaufbereitschaft. Entscheidend ist für viele Investoren und Selbstnutzer in spe dabei die Frage, ob die Kaufpreise ihre Abwärtsbewegung beendet haben. Der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bejaht sie: Im letzten Quartal 2023 habe es mit einem Plus von 0,6 (Häuser) bzw. 0,8 Prozent (Eigentumswohnungen) gegenüber dem Vorquartal eine Trendwende gegeben. „Die Immobilienpreise dürften damit ihre Talsohle erreicht haben“, prognostizieren die IW-Ökonomen Pekka Sagner und Michael Voigtländer. Vorsichtiger ist der Verband der Pfandbriefbanken (vdp), der im Schlussquartal 2023 noch einen durchschnittlichen Preisrückgang von 1,6 Prozent festgestellt hat und erst in den kommenden Monaten mit einer Stabilisierung rechnet. Das Jahr 2024 bleibe für die Immobilienbranche „vorerst schwierig“, konstatiert vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt.
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Was sagt der DAX über den Zustand der deutschen Wirtschaft aus?

30.04.2024 | Was sagt der DAX über den Zustand der deutschen Wirtschaft aus?

So mancher Marktbeobachter reibt sich in diesen Wochen verwundert die Augen angesichts der Rekordjagd, die der deutsche Leitindex DAX hinlegt und die so gar nicht zu den tristen Konjunkturmeldungen passen will. Während beispielsweise das ifo Institut für dieses Jahr mit einem BIP-Wachstum von gerade mal 0,2 Prozent rechnet, stieg der DAX zwischen Neujahr und Ende März um 9 Prozent. Die Diskrepanz rührt vor allem daher, dass die großen Aktiengesellschaften ihr Geschäft mittlerweile zu rund 80 Prozent im Ausland machen, insbesondere in den USA und in China. Diese Unabhängigkeit von der deutschen Konjunktur zeigt auch der Softwareriese SAP, der den DAX stark prägt – umso mehr, nachdem die Kappungsgrenze für den Index auf 15 Prozent angehoben wurde. Nach Meinung von Börsenexperten wie dem Vermögensverwalter Bert Flossbach ist der deutsche Leitindex daher „ein schlechter Indikator für die wirtschaftliche Gesamtsituation in Deutschland“. Prof. Andreas Hackethal von der Goethe-Universität Frankfurt sieht auf den globalen Märkten „diverse Wachstumsimpulse, die die Kurse auch hier beeinflussen können“
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