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Schadensbilanz-Lücke zwischen Verbrennern und E-Autos schließt sich

30.09.2025 | Schadensbilanz-Lücke zwischen Verbrennern und E-Autos schließt sich

Noch im vergangenen Jahr sorgte eine Analyse des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für Aufsehen, der zufolge die Vollkaskoschäden von E-Autos 2020–2022 im Schnitt um knapp ein Viertel kostspieliger als die von Verbrennerfahrzeugen waren. Dem gegenüber stand eine um 15 bis 20 Prozent geringere Schadenhäufigkeit der Elektromobile. Neueste Zahlen des GDV belegen nun, dass die Unterschiede in beiden Kategorien kleiner werden. So lag die durchschnittliche Schadenhöhe bei E-Autos im Zeitraum 2021–2023 nur noch um ein knappes Fünftel über derjenigen von Verbrennern. Die Zahl der E-Auto-Vollkaskofälle unterschritt die Verbrenner-Vergleichszahl um 10 bis 15 Prozent. „Je mehr Elektroautos auf der Straße unterwegs sind, desto weniger unterscheiden sich ihre Schadenbilanzen von vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotoren“, ordnet die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach die jüngsten Ergebnisse ein. „Elektroautos kommen zunehmend im Alltag an: Eine breitere Modellpalette erreicht einen größeren Kundenkreis, zudem haben Werkstätten, Abschleppunternehmen, Feuerwehren und Gutachter inzwischen mehr Erfahrungen mit beschädigten Elektroautos. Mit dieser neuen Normalität verringern sich aktuell auch die anfänglich beobachteten Besonderheiten in den Schadenbilanzen.
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Warum man es mit Rebalancing nicht übertreiben sollte

30.09.2025 | Warum man es mit Rebalancing nicht übertreiben sollte

Jeder Anleger und jede Anlegerin muss sich gemäß der persönlichen Vorlieben für eine grundlegende Aufteilung des Investmentportfolios entscheiden. So wird häufig ein bestimmter Anteil für Aktien(fonds) vorgesehen, einer für Anleihen, einer für Sachwertanlagen, einer für Gold etc. Eine Herausforderung im Portfoliomanagement liegt nun darin, dass sich die Assetklassen nicht im Gleichschritt bewegen. Performen beispielsweise Aktien über längere Zeit deutlich stärker als Anleihen, dann steigt ihr Anteil im Portfolio – womit sich die Risikoexposition verändert. Um den eigentlich angestrebten Mix wiederherzustellen, wird ein sogenanntes Rebalancing fällig. Im Beispiel müssten also entweder Aktien bzw. Fondsanteile verkauft und/oder andere Assets zugekauft werden. Doch ist das sinnvoll? Matthias Horn hat am Lehrstuhl für Finanzwirtschaft der Universität Bamberg zu Anlagestrategien deutscher Privatanleger geforscht und dabei eine klare Meinung zu solchen Umschichtungen gewonnen: „Aus meiner Sicht ist Rebalancing nur für die wenigsten Privatanleger sinnvoll“, sagte er dem „Spiegel“. Denn die Risikoneigung sei nicht statisch. Habe man etwa mit Aktien satte Gewinne gemacht, sei ein Rücksetzer leichter zu verkraften. Mit einem Verkauf würde man zudem weiteres Wertsteigerungspotenzial liegen lassen. Hinzu kommen die Kosten des Rebalancings, denn die Transaktionen kosten in der Regel Gebühren, obendrauf kann Kapitalertragsteuer kommen. Unterm Strich, so hätten modellhafte Rechnungen gezeigt, zahlen sich solche Umschichtungen daher nicht aus.
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Unfallversicherungs-Rating: bessere, aber unübersichtliche Tarife

30.09.2025 | Unfallversicherungs-Rating: bessere, aber unübersichtliche Tarife

Die auf Versicherungen spezialisierte Ratingagentur Franke und Bornberg hat sich auch in diesem Jahr das Angebot an privaten Unfallpolicen angeschaut. 486 Tarife von 93 Versicherern wurden eingehend geprüft und verglichen – was zunehmend zur Mammutaufgabe werde, wie Agentur-Geschäftsführer Michael Franke hervorhob. Denn es gebe immer mehr verschiedene Formulierungen für gleiche oder ähnliche Tatbestände, auch die Tarifstrukturen würden stets vielfältiger. „Dieser Flickenteppich macht die Analyse von Unfalltarifen extrem aufwendig und zeitintensiv – sogar für unsere versierten Analysten“, so Franke. Die für einen Marktvergleich nötige Transparenz und Übersichtlichkeit herzustellen werde mithin schwieriger. Das eigentliche Ratingergebnis indes fällt erfreulich aus: Knapp 12 Prozent der geprüften Tarife erhielten die Spitzennote „hervorragend“, 2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Auch der Anteil der „sehr guten“ Tarife wuchs leicht auf 26 Prozent an. Laut Franke und Bornberg fangen leistungsstarke Unfalltarife mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro und 500 Prozent Progression preislich bei etwa 120 Euro Jahresbeitrag an (Annahme: 30-jährige Büroangestellte). Wer einen körperlich strapaziösen Beruf ausübt, müsse mit 200 bis 400 Euro pro Jahr rechnen.
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Vorsicht vor Identitätsdiebstahl in Online-Anlegergruppen

30.09.2025 | Vorsicht vor Identitätsdiebstahl in Online-Anlegergruppen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor Onlinekriminellen, die sich mit den Namen bekannter Finanzinstitute das Vertrauen ihrer Opfer erschleichen. In jüngerer Zeit gäben sich die Betrüger besonders häufig als Mitarbeiter der Fondsgesellschaft Union Investment („Peter Müller, Senior Investment Analyst“) aus. Aber auch die Namen anderer seriöser Marktteilnehmer, darunter große Onlinebroker oder auch Maklerpools, würden missbraucht. Die Masche baut darauf, zunächst in „exklusiven“ Gruppen in WhatsApp oder anderen Social Media scheinbar uneigennützig Expertenwissen zu teilen. Sobald eine Vertrauensbasis entstanden ist, wird ein „Geheimtipp“ vorgestellt, mit dem sich in kurzer Zeit traumhafte Renditen erzielen lassen sollen. Die Investition erfolgt bevorzugt über Apps oder Plattformen, die von den Kriminellen selbst betrieben werden. Der Rest folgt einem bekannten Drehbuch, das auch bei anderen Onlinebetrugsmethoden Anwendung findet: Auf die ersten, meist noch zaghaften Investments hin werden tatsächlich die versprochenen Gewinne ausgezahlt bzw. gutgeschrieben. Wenn dann die Hemmungen fallen und die Opfer große Beträge überweisen, sind die Betrüger mitsamt Beute schnell über alle Berge.
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Digitale Versicherungsabschlüsse nehmen zu –doch persönliche Beratung bleibt Trumpf

28.08.2025 | Digitale Versicherungsabschlüsse nehmen zu –doch persönliche Beratung bleibt Trumpf

Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, ist der Anteil digitaler Abschlüsse am Neugeschäft 2024 erneut um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Mit nunmehr 22 Prozent spiegelt er jedoch wider, dass die meisten Versicherungen einer kundigen, individuellen Beratung bedürfen, wie Vergleichsprogramme, versicherereigene Abschlussstrecken oder Apps sie nicht bieten können. Digitalisierungs-Spitzenreiter ist die Kfz-Versicherung, in der 29 Prozent der Abschlüsse ohne persönliche Beratung erfolgten. Über dem Durchschnitt rangieren auch Krankenzusatz- und Auslandsreisekrankenpolicen, die 2024 zu 27 Prozent digital vereinbart wurden. In der privaten Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherung dagegen beträgt der Wert 17 Prozent. Weit darunter liegen noch Lebensversicherungen, von denen lediglich 3 Prozent ohne den qualifizierten Rat von Vermittlern oder Vertretern abgeschlossen wurden.
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Healthcare: Ende eines Hypes

28.08.2025 | Healthcare: Ende eines Hypes

Der Gesundheitsbereich bescherte Themenanlegern einige Jahre lang erfreuliche Zahlen. Doch diese Phase scheint einstweilen vorüber zu sein, wie die enttäuschenden Kursverläufe des Sektors in der jüngeren Vergangenheit zeigen. Verantwortlich dafür machen Analysten in erster Linie eine Normalisierung: Die Corona-Pandemie trieb den Healthcare-Markt als Sondereffekt auf ungekannte Höhen, nun sind wieder die Mühen der Ebene angesagt. Und die haben es derzeit besonders in sich: Während die letzten größeren Innovationen schon eingepreist sind, steht der zentrale Gesundheitsmarkt USA vor Umbrüchen. So wird die Zahl der Krankenversicherten nach aktuellen Prognosen sinken und damit auch die Nachfrage nach medizinischen Leistungen. Zudem wurden die Forschungsaktivitäten stark zurückgestutzt. Auch die Diskussion um eine Deckelung der Arzneimittelpreise und die Zollstreitigkeiten dämpfen den Optimismus der Branche. An Healthcare interessierte Anleger sollten mithin sorgfältig die Subsektoren auswählen, auf die sie ihr Geld setzen.
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Versicherer-Post kann bald im Onlinebanking empfangen werden

28.08.2025 | Versicherer-Post kann bald im Onlinebanking empfangen werden

Nicht nur die jüngeren Generationen erwarten heutzutage eine weitgehend digitale Kommunikation, auch im Austausch mit Versicherungsgesellschaften. Wie aber können die häufig sensiblen Informationen auf die Empfängergeräte gebracht werden? Messengerdienste wie WhatsApp haben ebenso wie E-Mails im Hinblick auf Datenschutz und Zuverlässigkeit eklatante Nachteile. Um sie zu umgehen, tüftelt die Versicherungsbranche in Kooperation mit mehreren Banken an einer innovativen Lösung: DICOMPAY (digital communication payment) soll es ermöglichen, Versicherungsdokumente wie Zahlungsanforderungen direkt im Onlinebanking bereitzustellen – also dort, wo ohnehin die Finanzen verwaltet werden. Bereits Ende 2023 wurde eine Prototyp-Lösung aufgesetzt, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Seither wird das System weiterentwickelt. Ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest, zunächst sollen weitere Funktionen implementiert und getestet sowie mehr Bankenpartner ins Boot geholt werden. DICOMPAY soll die Kommunikation und Zahlungsvorgänge nicht nur komfortabler und schneller machen, sondern auch Papier und Versandkosten einsparen.
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Gender Gap in der Finanzplanung

28.08.2025 | Gender Gap in der Finanzplanung

Frauen und Männer unterscheiden sich nach wie vor deutlich in ihrem Umgang mit Finanzen und Vorsorge. Laut der aktuellen Umfrage eines großen Vergleichsportals sieht sich rund jeder zweite Mann gut für zukünftige finanzielle Eventualitäten gewappnet, während dies nur jede dritte Frau so empfindet. Analog dazu geben zwei Drittel der Männer an, ihr Finanzverhalten systematisch zu planen, aber lediglich 55 Prozent der Frauen. Die Geschlechterunterschiede fallen in jüngeren Altersgruppen größer aus als bei Befragten, die sich in der zweiten Lebenshälfte befinden. Das dürfte mit der großen Unsicherheit junger Frauen zusammenhängen: In Finanzfragen fühlen sich nur 38 Prozent von ihnen versiert, aber 65 Prozent ihrer männlichen Altersgenossen. Wie wichtig eine gute Finanzplanung gerade für Frauen ist, unterstreichen neue Zahlen, die der Versicherer-Gesamtverband und Prognos zum Gender Pension Gap erhoben haben – also zur Kluft zwischen den Renten, die Frauen und Männer im Durchschnitt erhalten: Im Bundesdurchschnitt lag die Rente der Männer 2023 mit 936 Euro ganze 52 Prozent über jener der Frauen (491 Euro). In Westdeutschland betrug die Spanne sogar 66 Prozent.
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Energieeffizienz wird zum Top-Faktor des Immobilienwerts

14.08.2025 | Energieeffizienz wird zum Top-Faktor des Immobilienwerts

Der energetische Zustand eines Gebäudes wird immer wichtiger für den Verkaufswert. Wie das Finanzmagazin procontra berichtet, beträgt der Aufschlag bei Wohnungen der Energieeffizienzklassen A und A+ gegenüber den Klassen D und E bereits heute im Schnitt rund 650 Euro pro Quadratmeter. Nach Beobachtungen einer großen Bausparkasse lässt sich der Immobilienwert durch eine energetische Sanierung um bis zu 25 Prozent steigern. Der Hauptgrund dafür liegt in den langfristig geringeren Betriebskosten energieeffizienter Gebäude – ein Vorteil, der in den kommenden Jahren noch zunehmen wird: Die CO2-Abgabe, die 2021 noch bei 25 Euro pro ausgestoßene Tonne lag und derzeit 55 Euro beträgt, wird sich voraussichtlich auch im nächsten Jahr erneut deutlich verteuern. Um in eine höhere Energieeffizienzklasse aufzusteigen, empfiehlt die Förderbank KfW den Einbau von Wärmepumpen oder Biomasseheizungen oder den Anschluss an zukunftsfähige Wärmenetze. Auch Photovoltaikanlagen können kräftig auf die Energiebilanz eines Hauses einzahlen.
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