Über Jahrzehnte hatten offene Immobilienfonds (OIFs) den Ruf einer soliden
Portfoliobeimischung – nicht sehr renditestark, aber schwankungsarm und mit geringem
Verlustrisiko. Doch die Branche ist unter Druck geraten, insbesondere durch steigende Zinsen
und durch strukturelle Markttrends im Gewerbesegment. Die Anleger reagieren auf die kargen
Renditen und die wachsenden Unsicherheiten mit Rückzug: Mehr als zehn Milliarden Euro zogen
sie seit Januar 2025 unterm Strich aus OIFs ab, woraufhin zwei Fonds bereits einen
Rücknahmestopp verhängten.
In diesem Kontext dürfte auch ein Interview von Marc Branson, Präsident der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), mit der „Süddeutschen Zeitung“ nicht als
vertrauensbildende Maßnahme wirken. Der oberste Finanzaufseher der Republik moniert einen
häufig „vertriebsgetriebenen Verkauf“ von OIFs, die vorwiegend in Banken und Sparkassen
angeboten werden. Zudem sei es fragwürdig, dass die Fonds oft der niedrigsten Risikoklasse
zugeordnet werden. Die vorgeschriebenen Beratungsprotokolle seien kaum hilfreich für die
Anleger, da sie zu schwer verständlich seien.
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Wer bereits als Kassenpatient einen längeren Klinikaufenthalt absolviert hat, weiß in der Regel,
was ein Privatversicherten-ähnlicher Status wert ist: Man genießt die Ruhe eines Ein- oder
Zweibettzimmers, bessere Verpflegung und vor allem Chefarztbehandlung. Ebendies verschaffen
Krankenhaus-Zusatzpolicen auch gesetzlich Versicherten, weshalb sie kontinuierlich weitere
Verbreitung finden.
Dass die Tarifqualität am Markt stimmt, zeigt eine aktuelle Analyse der Stiftung Warentest: Von
den 72 untersuchten Tarifen erhielt jeder vierte die Bestnote „sehr gut“. Einbezogen wurden von
vornherein nur Angebote mit Alterungsrückstellungen, weil sie langfristig beitragsstabiler sind,
wofür die Prämien zu Anfang etwas höher ausfallen. Überdies galten die folgenden
Mindestanforderungen: freie Klinik- und Arztwahl, Ein- oder Zweibettzimmer, lebenslange
Laufzeit und Erstattung von Arzthonoraren bis zum (3,5-fachen) Höchstsatz der
Gebührenordnung. Ein Spitzentarif muss nicht teuer sein: Bereits ab rund 30 Euro Monatsbeitrag
lassen sich als „sehr gut“ bewertete Tarife abschließen.
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Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Allgemeinen erleben aktuell starken Gegenwind in
Öffentlichkeit und Politik. Das macht sich auch in der Nachfrage nach entsprechenden
Finanzprodukten bemerkbar, wie eine gemeinsame Umfrage der Universität Kassel, des Forums
Nachhaltige Geldanlagen (FNG) und des AfW Bundesverbands Finanzdienstleistungen ergab.
Nur ein gutes Fünftel der rund 250 teilnehmenden Finanzanlagenberater berichtet, dass ihre
Kunden ein hohes oder sehr hohes Interesse am Thema Nachhaltigkeit haben. Vor vier Jahren
waren es noch mehr als die Hälfte der Befragten. Den Hauptgrund für die schwindende
Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen sehen die Berater in den regulatorischen Anforderungen,
die über 80 Prozent als unangemessen empfinden – zu kompliziert, zu wenig transparent,
schwierig zu handhaben.
Ein anderes Bild zeichnet derweil eine Verbraucherumfrage, die kürzlich im Auftrag eines großen
Versicherers durchgeführt wurde. Kernaussage: Mehr als der Hälfte der Bundesbürger ist
Nachhaltigkeit bei der Geldanlage wichtig – 35 Prozent „eher wichtig“, 18 Prozent „sehr wichtig“ –, was gegenüber der Vorjahresumfrage einen leichten Anstieg markiert.
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Pflegeleistungen verteuern sich in Deutschland deutlich schneller als die allgemeinen
Lebenshaltungskosten, zuletzt um 9 Prozent auf Jahressicht. Der Eigenanteil bei vollstationärer
Pflege liegt mittlerweile im Durchschnitt bei weit über 3.000 Euro monatlich. Dass sich
angesichts leerer Sozialversicherungskassen mit der anstehenden Pflegereform maßgebliche
Entlastungen für Pflegebedürftige realisieren lassen, glauben nur eingefleischte Optimisten –
schließlich wird die Zahl der Pflegefälle allen Prognosen zufolge weiter steigen. Umso wichtiger ist die private Vorsorge, für die ein breites Angebot an privaten Pflegezusatzversicherungen bereitsteht.
Doch dieses effektive Instrument zur Entschärfung eines beträchtlichen Kostenrisikos wird nach
wie vor nur von einer Minderheit der Deutschen genutzt: Laut der auf Versicherungen
spezialisierten Ratingagentur Franke und Bornberg haben nur 4,1 Millionen Menschen
hierzulande eine Pflegezusatzpolice abgeschlossen, weniger als 5 Prozent der Bevölkerung also.
„Viele verdrängen das Risiko. Niemand denkt gerne daran, pflegebedürftig zu werden“, erklärt
Geschäftsführer Michael Franke die gefährliche Zurückhaltung. Den Betroffenen werde häufig
erst, wenn der Pflegefall eintrete, bewusst, welche Schutzlücke bestehe.
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Börsennotierte Unternehmen nutzen die Dividende gern als eine Art Aushängeschild, an dem
sich Qualität und Erfolg der Unternehmensführung ablesen lassen. Logische Folge: Kürzungen
werden möglichst vermieden und auf Großkrisenzeiten beschränkt, lieber wird Jahr für Jahr eine
Erhöhung verkündet, um die Shareholder zufriedenzustellen. So auch in der aktuellen
Dividendensaison: Die im STOXX Europe 600 vertretenen deutschen Konzerne werden ihre
Auszahlungen trotz Konjunkturflaute voraussichtlich um etwa 2 Milliarden auf circa 58
Milliarden Euro anheben. Insgesamt dürften die in diesem Index abgebildeten Unternehmen 454
Milliarden Euro ausschütten, ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dividenden können damit einen wichtigen Beitrag zur Gesamtrendite eines Portfolios liefern,
der von vielen Anlegern unterschätzt wird. So stammten 39 Prozent der durchschnittlichen
Jahresrenditen der MSCI-Europe-Titel in den letzten vier Jahrzehnten aus
Unternehmensausschüttungen. In der Region Asien-Pazifik waren es sogar 49 Prozent. Hinzu
kommt: Portfolios mit einem hohen Dividendenzahler-Anteil sind statistisch weniger
schwankungsanfällig.
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Für die Regulierung vieler Versicherungsschäden am Auto muss ein Sachverständigengutachten eingeholt werden. Sehr bequem erscheint es da, diese Obliegenheit in wenigen Minuten online erledigen zu können. Genau das versprechen manche Anbieter: Der Kunde müsse nur Fotos hochladen und einige Angaben machen, den Rest erledige das Gutachtenbüro – ohne Vor-OrtTermin. Wörtlich: „Wir schicken Ihr Kfz-Gutachten direkt an die Versicherung. Durch die schnelle und unkomplizierte Abwicklung mit der Versicherung erhalten Sie die Auszahlung schneller.“So einfach geht es jedoch nicht, wie das Landgericht Bremen kürzlich in einem (noch nicht rechtskräftigen) Urteil feststellte. Damit ein Kfz-Gutachten rechtlich Bestand hat, muss es auf Grundlage einer persönlichen Inaugenscheinnahme durch den Sachverständigen erstellt werden. Anderenfalls können und werden die Versicherer es ablehnen. Zudem ist das Versprechen, die Abwicklung zu übernehmen und für eine schnelle Auszahlung zu sorgen, unzulässig, da dies eine Rechtsdienstleistung darstellen würde.
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Was Kryptowährungen sind, ist laut einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens BearingPoint mittlerweile neun von zehn Bundesbürgern bekannt. Doch nur ein gutes Viertel der rund 2.000 Teilnehmer hält Kryptos für eine geeignete Geldanlage, lediglich 18 Prozent besitzen selbst Coins. Zum Vergleich: Aktien finden 68 Prozent anlagetauglich, Gold 72 Prozent. Die Zurückhaltung gegenüber Bitcoin, Ethereum & Co. liegt vor allem in deren Wertschwankungen begründet, die auf 51 Prozent der Befragten abschreckend wirken. 41 Prozent hält die schwache Regulierung des Marktes von einem Kryptoengagement ab, während ebenso viele die Aufbewahrung von Kryptowerten als zu unsicher erachten. Der Bitcoin-Kurs schwächelte zuletzt zwar, doch Fantasie findet sich unter Kryptoexperten nach wie vor. Die US-Investmentbank JP Morgan hält in den nächsten Monaten eine kräftige Hausse für wahrscheinlich, ihre Wettbewerberin Goldman Sachs erwartet in diesem Jahr gar einen Kurs von 160.000 US-Dollar. Das wäre gegenüber dem Januar ein Plus von fast 80 Prozent. Wo es so viele Chancen gibt, lauern allerdings auch beträchtliche Risiken, wie jedem Anleger klar sein sollte.
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Die ungewohnt frostigen Temperaturen in Deutschland haben den Autofahrern ein tückisches
Erbe hinterlassen: deutlich mehr Schlaglöcher als in den Vorjahren, wie beispielsweise der
brandenburgische Landesverband Straßenwesen berichtet. Damit steigt auch das Risiko von
Schäden am Fahrzeug – an Reifen oder Felgen, Fahrwerk oder Radaufhängung, Spurstange oder
sogar Ölwanne. Wer aber trägt die Reparaturkosten? Muss die öffentliche Körperschaft, die
jeweils für den Unterhalt der Straße zuständig ist, Schadensersatz leisten?
Grundsätzlich gilt: Schlaglochschäden übernimmt die Vollkaskoversicherung, die im Gegensatz
zur Kfz-Haftpflichtversicherung Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt. Wer den
Straßenbetreiber in Regress nehmen möchte, hat es schwer, denn dazu muss eine Verletzung der
Verkehrssicherungspflicht nachgewiesen werden. „Die Hürden für Schadenersatzansprüche
gegen den Staat sind hoch“, erklärt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des VersichererGesamtverbands GDV.„Autofahrer müssen grundsätzlich so fahren, dass sie auf erkennbare
Gefahren – dazu zählen auch Schlaglöcher – rechtzeitig reagieren können."
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Im vergangenen Jahr sind die Wohnimmobilienpreise in Deutschland doppelt so stark gestiegen
wie im Vorjahr, nämlich durchschnittlich um 4,2 Prozent. Nach Berechnungen des Verbands
Deutscher Pfandbriefbanken (vdp) haben sich insbesondere Mehrfamilienhäuser verteuert, für
die 5,2 Prozent mehr bezahlt werden mussten als 2024. Bei selbst genutztem Wohneigentum
betrug die Steigerungsrate 3,0 Prozent. Auch die Mieten legten wieder merklich zu und lagen
Ende 2025 um 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Damit scheint die Phase nachlassender Preissteigerungsdynamik vorüber zu sein, die sich zuletzt
vor allem aufgrund gestiegener Finanzierungskosten gezeigt hatte. Kurz- und mittelfristig
spricht wenig für eine Entspannung, da nach wie vor weniger Wohnungen gebaut werden als
nötig. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) schätzt, dass in diesem Jahr 215.000 Einheiten
fertiggestellt werden – 257.000 müssten es bis 2040 pro Jahr sein. Wie ZIA-Präsidentin Iris
Schöberl auf procontra-online hervorhob, „klafft die Lücke zum tatsächlichen Bedarf weiterhin
bedrohlich. Wir stecken mitten in einer handfesten Neubaukrise.“
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