Wie eine Anfang des Jahres unter rund 2.000 volljährigen Bundesbürgern durchgeführte
Umfrage erbrachte, hadert eine große Mehrheit der Deutschen mit dem Thema Altersvorsorge.
Als mindestens teilweise kompliziert empfinden es 75 Prozent der Teilnehmer, teilte das
Deutsche Institut für Altersvorsorge mit. Als bittere Konsequenz daraus verzichten viele –
konkret: 37 Prozent der (teilweise) Überforderten – darauf, sich mit ihren eigenen Optionen zu
befassen und aktiv Maßnahmen in die Wege zu leiten. Das ist umso bedenklicher, als gerade
Menschen mit geringem Einkommen die Altersvorsorge überproportional als komplex
wahrnehmen. So attestieren sich nur 13 Prozent der Befragten mit einem
Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro Durchblick bei dem Thema; in der
Einkommensspitzengruppe oberhalb von 4.000 Euro sind es 28 Prozent.
Wichtig zu wissen: Man muss das Thema Altersvorsorge nicht in allen Verästelungen
durchschauen, um gezielt und ausreichend für den Ruhestand vorbauen zu können.
Entscheidend ist guter, unabhängiger Rat, und den gibt es bei der Finanzberaterin oder dem
Finanzberater des Vertrauens.
> weiterlesen
3.245 Euro pro Monat müssen Pflegebedürftige derzeit durchschnittlich bei Unterbringung im Pflegeheim zuzahlen –Tendenz: weiter stark steigend. Ein Kostenrisiko, das für viele Bundesbürger nur mithilfe einer privaten Pflegezusatzversicherung beherrschbar wäre. Doch deren Verbreitung ist nach wie vor besorgniserregend überschaubar. Auch daran dürfte es liegen, dass die betriebliche Pflegeversicherung (bPV) bei Arbeitnehmern hoch im Kurs steht.Gemäß einer Civey-Umfrage im Auftrag des PKV-Verbands würden es 76,3 Prozent der 2.500 teilnehmenden Arbeitnehmer begrüßen, wenn ihr Arbeitgeber eine bPV einführen würde. Fast zwei Drittel bewerten eine bPV sogar höher als andere beliebte Benefits wie ÖPNV-Ticket oder Diensthandy. „Betriebliche Absicherungen werden angesichts der demografischen Entwicklung immer relevanter“, konstatiert der Vorstandsvorsitzende des PKV-Verbands Thomas Brahm. „Die kapitalgedeckte betriebliche Pflegeversicherung kann das finanzielle Risiko dieser Pflegelücke nicht nur effizient zu günstigen Prämien, sondern auch nachhaltig und generationengerecht absichern.“
> weiterlesen
154 Milliarden Euro flossen den in Deutschland verwalteten Investmentfonds 2025 netto zu, so
viel wie seit fünf Jahren nicht mehr. Matthias Liermann, Präsident des Fondsverbands BVI, spricht
daher von einem „starken Jahr“ für die Branche, die nunmehr die stattliche Summe von 4.851
Milliarden Euro in ihren Büchern hat. Ein wesentlicher Treiber waren erneut ETFs, die 57
Milliarden Euro Zuwachs verzeichneten, während offene Publikumsfonds 86 Milliarden
akquirieren konnten.
„Die Teilhabe am Kapitalmarkt nimmt spürbar zu. Immer mehr Menschen erkennen, dass
Wertpapiere ein zentraler Baustein für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge sind“,
kommentiert Liermann die Entwicklung. Ablesen lässt sich diese auch an Zahlen der
Bundesbank, die aktuell rund 37 Millionen Wertpapierdepots registriert hat – 2020 waren es
noch 23 Millionen. Allein in den vergangenen beiden Jahren kamen 6 Millionen Depots hinzu.
Ausschlaggebend dürften neben der generell wachsenden Offenheit gegenüber den
Kapitalmärkten auch die Börsenkurse in diesem Zeitraum gewesen sein, die von einem
Rekordhoch zum nächsten jagten.
> weiterlesen
Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 2.005 Bundesbürgern, von denen 991 mindestens eine Immobilie besitzen, offenbart bedenkliche Lücken im Schutz der Gebäude gegen Extremwetterereignisse. Obwohl Starkregen und Überschwemmungen nach den gängigen Prognosen deutlich zunehmen werden, verfügt nur jedes dritte Haus über verschließbare Kellerfenster, die das Wasser draußen halten können – die meisten Immobilien sind mit offenen Fenstergittern nur unzureichend geschützt. Noch leichter hat es Abwasser, das von unten über die Kanalisation ins Haus drängt: Lediglich 18 Prozent der Gebäude sind mit einer Rückstauklappe dagegen gewappnet. Weitere Schutzvorrichtungen wie Mauern oder mobile Schotten finden sich noch weit seltener. Mit vergleichsweise einfachen Präventionsmaßnahmen lässt sich das potenzielle Schadensausmaß wirksam begrenzen. Neben baulichen Veränderungen sind Hausbesitzer zudem gut beraten, sich mit einem Elementarschutz-Baustein als Teil der Wohngebäudeversicherung gegen das verbleibende Kostenrisiko zu rüsten.
> weiterlesen
Im Zuge des KI-Hochlaufs werden immense Serverkapazitäten benötigt, allerorten sprießen
daher momentan neue Rechenzentren aus dem Boden. Mittlerweile haben sie den Status einer
vollwertigen Assetklasse im Gewerbeimmobiliensegment erreicht, sodass das
Beratungsunternehmen Colliers eigene Zahlen für die zuvor unter „Sonstiges“ geführten Data
Center ausweist. Und die haben es in sich: Während Logistik- und Industriegrundstücke oft für
dreistellige Quadratmeterpreise zu haben sind, kommen Flächen für Rechenzentren auf bis zu
3.000 Euro.
„Da, wo die anderen Assetklassen aufhören, fangen Data Center erst an“, bringt Katja Caspers,
Senior Consultant bei Colliers, die Entwicklung auf den Punkt. Im vergangenen Jahr wurde mit
Rechenzentren und dafür designierten Grundstücken in Deutschland ein Transaktionsvolumen
von 1,2 Milliarden Euro erzielt, etwa 5 Prozent des Gewerbeimmobilien-Gesamtvolumens von
25,2 Prozent. Den Löwenanteil machten Grundstücksdeals aus, bestehende Data Center
steuerten nur rund 140 Millionen Euro zum Umsatz der Neu-Assetklasse bei. Der Hauptgrund für
die hohen Quadratmeterpreise liegt in den speziellen Anforderungen, die Rechenzentren stellen:
hohe, möglichst günstige Strommengen werden benötigt, ebenso eine unkomplizierte
Anbindung an sogenannte Cloud-Availability-Zonen, und das Baurecht muss passen.
> weiterlesen
Während die Europäische Zentralbank den Leitzins weiterhin bei 2,0 Prozent belässt, müssen
Tagesgeldsparer sich mit einer weiterhin schrumpfenden Verzinsung begnügen –zumindest
wenn sie bei ihrer Bank Bestandskunden sind. Das ergab die Marktanalyse eines großen
Vergleichsportals.
Insbesondere regionale Geldhäuser, also Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, knausern
beim Tagesgeld. So legen 38 Prozent von ihnen einen Minizins von maximal 0,25 Prozent
zugrunde – vor einem Jahr waren es nur 24 Prozent. Im Durchschnitt zahlen die Sparkassen 0,37
Prozent, die Genossenschaftsbanken mit 0,42 Prozent kaum mehr. Der durchschnittliche Zinssatz
über alle Banken in Deutschland hinweg liegt bei 1,29 Prozent, woraus folgt, dass die
bundesweit operierenden Institute deutlich höhere Tagesgeldzinsen leisten. Das attraktivste
dauerhafte Angebot am Markt beträgt derzeit 2,3 Prozent. Noch mehr, nämlich über 3 Prozent,
sind für Neukunden drin. Nach dem jeweiligen Garantiezeitraum fällt indes auch ihre Verzinsung
auf das Bestandskundenniveau der Bank.
> weiterlesen
Mit dem Jahreswechsel verknüpft sich für die deutschen Unternehmen offenbar wenig Hoffnung
auf eine baldige Konjunkturwende. Der vom Münchener ifo-Institut unter circa 9.000
Führungskräften erhobene Geschäftsklimaindex sank im Dezember auf 87,6 Punkte, nachdem er
im Vormonat noch bei 88,0 gelegen hatte. Während die Aussichten des Baugewerbes auf
niedrigem Niveau verharrten, trübten sich die des verarbeitenden Gewerbes, im Handel und bei
Dienstleistungsanbietern ein. „Das Jahr endet ohne Aufbruchsstimmung“, resümiert ifo-Chef
Clemens Fuest.
Einen Lichtblick bot lediglich die Gastronomie, deren Dezemberumsätze erfreulich ausfielen und
die zudem der zum 1. Januar in Kraft getretenen Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Speisen
entgegensah. Eine breitere Aufhellung der Konjunktur erwarten viele Experten noch für dieses
Jahr, in dem die immensen schuldenfinanzierten Verteidigungs- und Infrastrukturinvestitionen
des Bundes das Wachstum ankurbeln dürften. Damit würde eine über dreijährige Rezessionsund Stagnationsphase überwunden.
> weiterlesen
Das schwarz-rote Bundeskabinett hat Mitte Dezember eine Reform der privaten Altersvorsorge
auf den Weg gebracht. Mit Spannung war erwartet worden, ob und wie es mit der Riester-Rente
weitergeht. Diese wird nun nicht abgeschafft, aber um ebenfalls staatlich geförderte
Alternativen ergänzt. Ab Januar 2027 sollen neben Vorsorgeprodukten mit 100 Prozent
Beitragsgarantie auch solche mit 80 Prozent abgeschlossen werden können. Zudem wird ein
garantiefreies Altersvorsorgedepot gefördert, das voll von den Chancen des Kapitalmarktes
profitieren kann.
Wer bereits über einen Riester-Vertrag verfügt, soll künftig entscheiden können, ob dieser
unverändert fortgeführt, abgewandelt oder in ein neues Modell übertragen wird. Dazu sollen
Wechsel zwischen Altersvorsorgeverträgen vereinfacht werden, unter anderem indem nach fünf
Vertragsjahren keine Wechselgebühren mehr verlangt werden dürfen. Die bisher zu Beginn
anfallenden Abschluss- und Vermittlungskosten sollen auf die gesamte Vertragslaufzeit
gestreckt werden. Überdies sind besonders hohe Förderungen für Vorsorgesparer mit geringem
oder mittlerem Einkommen und für Eltern geplant.
> weiterlesen
Wenn Elektroautos nach Unfällen nicht mehr fahrtüchtig sind, drohen hohe Kosten durch
aufwendige Abschlepp- bzw. Bergeaktionen – häufig aufwendiger als nötig. Eine etablierte
Standard-Vorgehensweise gibt es bisher nicht, jede Feuerwehr und jeder Abschleppdienst folgt
eigenen Maßgaben. Der resultierende Wildwuchs treibt die Kosten für Versicherungen und am
Ende für die Versicherten unnötig nach oben. Für Ungewissheit und Übervorsicht sorgt vor allem
das Risiko eines Batteriebrands.
Mehr Klarheit und Orientierung soll nun eine neue „Handlungsempfehlung zum Bergen,
Abschleppen und Transportieren von verunfallten Elektrofahrzeugen“ bringen. Sie wurde von
einer Vielzahl von Organisationen erarbeitet, darunter Verbände der Automobilwirtschaft und
der Assekuranz, Berufsgenossenschaften, Feuerwehrschulen und der ADAC. Die Hauptbotschaft
lautet: Grundsätzlich sollten E-Autos nach Unfällen nicht anders behandelt werden als
Verbrenner, solange die Batterie keine starken Beschädigungen erkennen lässt. Zudem sollen die
teuren Quarantänezeiten generell verkürzt werden –zur Risikoeinschätzung müsse dabei die
Akkutemperatur penibel überwacht werden.
> weiterlesen